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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran

Frankreich 2003

DVD 94min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch, Französisch   
Regie
François Dupeyron
Drehbuch
Eric-Emmanuel Schmitt, François Dupeyron
Kamera
Rémy Chevrin
Produzent
Laurent Pétin, Michèle Pétin
Schauspiel
Guillaume Gallienne, Isabelle Adjani, Omar Sharif, Gilbert Melki, Isabelle Renauld, Anne Suarez, Eric Caravaca, Lola Naymark, Céline Samie, Pierre Boulanger, Mata Gabin
Awards
César: Bester Schauspieler für Omar Sharif
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Alter/Lebensabend, Coming-of-age, Freundschaft, Prostitution, Milieudrama
Inhalt
Sozialmärchen vom einem aufgeweckten 13jährigen Jungen in Paris, der in einem alten arabischen Händler einen väterlichen Freund findet. Nach der Erzählung von Eric-Emmanuel Schmitt.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit Moses, genannt Momo (Pierre Boulanger): der Fünfzehnjährige lebt in den 60ern alleine mit seinem launischen Vater im Rotlichtviertel von Paris. Seine Mutter ist schon vor Jahren mit einem anderen abgehauen und nur der fremde „Araber“ Ibrahim (Omar Sharif) vom Lebensmittelmarkt gegenüber scheint ihn zu verstehen. Allmählich freundet er sich mit dem kauzigen Alten an und erfährt, dass dieser eigentlich gar kein Araber ist und das Lächeln einen in jeder Situation weiter bringt. Der gütige Verkäufer wird immer mehr zum Ersatzvater für Momo und gemeinsam mit ihm verlässt er zum ersten Mal sein trostloses Viertel, um in Ibrahims Heimat, die Türkei zu reisen. Omar Sharif zum Zweiten: neben der disneyschen Großproduktion „Hidalgo“ spielte er im Jahr zuvor nach langer Leinwandabstinenz in diesem charmanten kleinen Film des französischen Regisseurs François Dupeyron. An seiner Ausstrahlung hat sich freilich seit „Lawrence von Arabien“ nichts geändert: die fesselnden Augen und die weisen Gesichtszüge machen ihn zur Idealbesetzung für den großherzigen Ibrahim. Aber auch sein Counterpart Boulanger füllt seine erste Rolle als vom Leben gezeichneter Momo überzeugend aus. Dass alles um ihr Spiel herum zur Nebensächlichkeit wird, fällt bei den vielen kleinen Lebensweisheiten des Drehbuchs und der guten Chemie zwischen Boulanger und Sharif nicht weiter ins Gewicht.

5 Punkte von Tino:
Inhaltlich hat der Lars ja schon alles gesagt. Hinzufügen kann man, dass Momo ein Jude ist was aber an sich keine wirklich große Rolle spielt. Neben der Beziehung zu Ibrahim entwickelt der Junge noch eine besondere zu der Damenwelt in der Rue Bleu, die meines erachtens nicht so nebensächlich abgehandelt wird wie Lars das beschrieben hat. Der Film ist einfach schön und sehr persönlich, zeigt in fröhlichen Farben die Lebenslust des Pariser Straßenlebens. Genau das richtige für graue Novembertage. Ausleihen!

3 Punkte von anonym:
Auch wenn Omar Sharif die Rolle bestens besetzt, lohnt es sich mehr, das Buch zu lesen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb