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Vergiss mein nicht!
Eternal Sunshine of the Spotless Mind

USA 2004

DVD 108min

Standort

WestEnd Liebesfilm - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Michel Gondry
Drehbuch
Charlie Kaufman, Michel Gondry, Pierre Bismuth
Kamera
Ellen Kuras
Musik
Jon Brion, James Warren
Produzent
Steve Golin, Charlie Kaufman, Anthony Bregman
Schauspiel
Tom Wilkinson, Mark Ruffalo, Kate Winslet, Elijah Wood, Kirsten Dunst, David Cross, Jim Carrey, Jane Adams, Josh Flitter, Gerry Robert Byrne, Paul Litowsky, Debbon Ayer, Thomas Jay Ryan, Ryan Whitney
Awards
Saturn Award: Best Science Fiction Film
Oscar: Bestes Drehbuch (Original) für Pierre Bismuth, Michel Gondry, Charlie Kaufman
Empfohlen von
Maria, Mitarbeiter
Genre
Science-Fiction, Komödie
Stichworte
Romantische Komödie
Inhalt
Der wechselseitige Versuch eines frisch getrennten Paares, sich die Erinnerung an ihre Beziehung (von Profis) löschen zu lassen führt zu Komplikationen. Jim Carrey verliebt sich erneut in seine Ex. Intelligenter, skurriler und berührender Diskurs über die Liebe.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Die nahe Zukunft: dem Hirnspezialisten Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson) ist es gelungen, bestimmte Teile der menschlichen Erinnerung dauerhaft zu löschen. Egal ob verflossene Liebe oder verstorbener Fiffi – sein Geschäft erfreut sich regem Zulauf. Auch Joel Barish (Jim Carry) landet in seiner Praxis, jedoch weil er derjenige ist, der gelöscht wurde – aus dem Gedächtnis seiner Freundin Clementine (Kate Winslet). Der schüchterne Joel kann sich das nicht so recht erklären und beschließt daher selbst, jegliche Erinnerung an sie quitt zu werden. Doch die Arbeit der beiden Hirnklempner Patrick (Elijah Wood) und Frank (Thomas Jay Ryan) gestaltet sich schwieriger als erwartet. Kann Kino süchtig machen? Die Filme von Drehbuchautor Charlie Kaufman („Adaption“) auf jeden Fall: von der ersten Szene an kreiert Kaufman eine Sogwirkung, die er bis zum Ende durchhält und überrascht dabei mit skurrilen Einfällen en masse. Seine Figuren sind Durchschnittstypen, die wahnwitzige Szenarien durchleben, um am Ende feststellen zu müssen, dass es kein Entrinnen vor dem eigenen Schicksal gibt und dass sich, wie hier, wahre Liebe nicht aus dem Gedächtnis streichen lässt. Verlassen kann sich Kaufman dabei erneut auf einen experimentierfreudigen Regisseur. Ebenso, wie Spike Jonze („Being John Malkovich“) visualisierte der Franzose Michel Gondry bisher u.a. die Klänge von Björk und den White Stripes. Mit Kaufman drehte er bereits sein Regiedebüt „Human Nature“, das ab 3. Juni auch endlich auf deutschen Leinwänden zu sehen sein wird. Gondrys wahnwitzigen Bilder von Joels Hirninneren, die Leistung von Kate Winslet („Heavenly Creatures“) und Jim Carrey, der nach „Der Mondman“ einmal mehr beweist, dass er zu den verkanntesten Schauspielern unserer Zeit gehört, und Kaufmans überbordende Fantasie machen „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ (oder „Vergiss mein nicht!“, wie ihn der deutsche Verleih schnöde getauft hat) zum Dauerkartenkandidaten an der Kinokasse.

1 Punkte von tromaville:
Ach ich finde diesen Film beschissen. Eine bekloppte Liebesromance die aufgepeppt wurde durch irgendwelche fiktiven Hirnforschungsscheisse. Aber vielleicht liegt es auch daran das ich diesen Jim Carrey absolut nicht ab kann! Ausserdem stelle ich fest das dieser mensch für ernste Rollen absolut nichts taugt der er nicht authentisch genug spielen kann! Mein Fazit: Absoluter Mumpitz!

4 Punkte von Liv:
Michel Gondry - der Musikvideofilmer par excellence, der Kreativkopf der Clipbranche legt mit "Vergiss mein nicht" ein filmisches Werk von vor allem visueller Virtuosität vor. Gepaart mit der anspruchsvollen und komplexen Thematik wird die Assoziationsfähigkeit des Zuschauers auf das Härteste geprüft. Für den Liebhaber der bedächtigen, poetischen Bildsprache ist dieser Film nichts - vielmehr für den Musikclip-abgehärteten Bidlerjunkie. Das macht den Film allerdings unglaublich anstrengend.

5 Punkte von anonym:
Man stelle sich vor: unglückliche Liebe - man möchte vergessen – ein Arzt macht das für dich! Leider werden auch die schönen Erinnerungen gestrichen – jene aus der Zeit, als alles noch so unbeschreiblich unbeschreiblich war. Und was ist eigentlich, wenn man zu Beginn einer Beziehung schon wüsste, dass sie scheitern wird? keine Spezial-Effekte; Kameraführung und Schnitt lebensnah und brillant – keine Bilderflut! Hoffnungsvoll, wunderschön und unendlich traurig

2 Punkte von Björn Siebert:
Diesen Film muss man mal zum Anlass nehmen um ein Problem unserer Zeit zu kommentieren. In Amerika dürfen seit Jahren Videoclipregisseure Spielfilme drehen, Spike Jonze, Mike Mills, Michel Gondry und und und, doch wo sind eigentlich die Absolventen der Filmakademien? "Vergiss mein Nicht" ist für eine MTV-Generation geschnitten und produziert, alles muß "larger than life" sein, tausend Ideen, tausend Schnitte, ein Tempo wie auf der Formel 1 Rennstrecken in Imola. Das kommt davon wenn man als Vorbilder Comics und Ridley Scott nennt, anstatt Hitchcock und Billy Wilder. Echt kein schlechter Film, aber dieses Kino führt zu gar nichts und nimmt Leuten die von Filmen wirklich Ahnung haben doch nur Produktionskapazitäten weg. Gondry und Jonze sollten weiter MTV mit ihren Ergüssen belästigen.

5 Punkte von Johanna:
Beinahe hätten mich die Negativ-Kritiken auf dieser Seite davon abgehalten, den Film zu schauen - gottseidank nur beinahe. Ich find den Film sehr gelungen, nicht zu schnell in den Schnitten, genial die Idee mit dem Bewußtsein im Traum. Kate Winslet beweist wieder einmal mehr, daß sie schauspielerisch zu fast allem in der Lage ist, und Jim Carrey kann eben doch beides, durchgeknallt UND glaubwürdig ernsthaft spielen. Na und einen schönen Abschluß ohne Schmalz, dennoch mit der sympathischen Parallele zum wahren Leben hat der Film auch noch. Sehr schön.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb