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Kitchen Stories
Salmer fra Kjøkkenet

Norwegen 2003

DVD 91min

Standort

WestEnd Komödie - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Norwegisch, Schwedisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Bent Hamer
Drehbuch
Bent Hamer, Jörgen Bergmark
Kamera
Philip Øgaard
Musik
Hans Mathisen
Produzent
Bent Hamer, Jörgen Bergmark
Schauspiel
Bjørn Floberg, Lennart Jähkel, Bjørn Jenseg, Sverre Anker Ousdal, Tomas Norström, Reine Brynolfsson, Joachim Calmeyer
Awards
Amandaprisen
Empfohlen von
skies&clouds, Mitarbeiter
Genre
Komödie, Drama
Stichworte
Satire, Einsamkeit
Inhalt
Ein schwedisches Institut schickt in den 50er Jahren Beobachter in diverse norwegische Dörfer, um das Küchenverhalten von Junggesellen zu studieren. Zwischen Beobachter und Beobachteten entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Sensiblen Film um Freundschaft und Lebenssinn mit liebevoll ironischem Blick auf seine Helden.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
In den 50ern, als die Technik Einzug in die Küchen der Welt hielt, erdachten die Schweden ein Projekt zur Verhaltensforschung bei dem von einem Beamten die täglichen Wege und Aktionen im Privathaushalt aufgezeichnet werden sollten. Hausfrauen, so stellte man damals fest, legen dabei jährlich eine Distanz zurück, die vergleichbar ist mit der Wegstrecke zwischen Schweden und dem Kongo. Nun soll das Verhalten alleinstehender Männer in ihrer Küche observiert werden. Dabei ist es den Beobachtern strengstens untersagt, selbst in die Geschehnisse einzugreifen. Die Absurdität dieser Untersuchung begreift auch der aufrechte Angestellte Folke (Thomas Norström) schnell und es hält ihn nicht lange auf seinem Hochsitz in der Küchenecke. Zwischen Folke und seinem Studienobjekt Isak (Joachim Calmeyer) entwickelt sich nach anfänglicher Skepsis eine echte Freundschaft und er lernt dabei weit mehr über seinen Gegenüber, als die Studien ans Tageslicht gebracht hätten. Mit wenigen Worten und viel visueller Komik kommt der skurrile Film des Norwegers Bent Hamer ("Eggs“) aus. Allmählich entsteht eine ungemeine Wärme zwischen den unterschiedlichen Charakteren in der eisigen Landschaft, die sich auch schnell auf den Zuschauer überträgt. Hamers filmisches Kleinod spielt sich dabei fast ausschließlich in den wenigen Quadratmetern der Küche und des gleich nebenan geparkten Wohnwagens Isaks ab und wenn auch auf diesem Engen Raum nicht allzu viel passiert, ist es faszinierend mit anzusehen, wie sich Isak und Folke – noch dazu Norweger und Schwede – langsam näher- und schließlich nicht mehr ohne einander auskommen.

4 Punkte von Liv:
Dieser Film versucht seine ganze Wirkung einem einfachen Konzept zu überlassen: der Paarung von skandinavischem Minimalismus mit trockenem, exaltiertem Humor. Das gelingt auch weitgehend recht ordentlich - man schmeißt sich zwar nicht weg vor Lachen, aber irgendwie beschleicht einen schon das eigentümliche Gefühl, dass das alles ziemlich schräg ist. Nur leider leidet die Story ein wenig unter der Dominanz das o.g. Konzeptes und der v.a. visuellen Orientierung, will sagen: schöne Bilder machen noch keinen sehenswerten Film. Deswegen leichte Abzüge in der Pflicht.

3 Punkte von Jana:
Die Story beginnt wissenschaftlich. Was danach kommt, ist eine schöne kleine und ruhige Geschichte über eine Männerfreundschaft, die mit Beobachtungen auf beiden Seiten beginnt. Der eine aus den wissenschaftlichen Auftrag heraus, die ideale Küche für Single- Männer zu entwickeln, der andere aus Langeweile und gleichzeitiger Neugier. Der Film zeigt, was manchmal am wichtigsten ist: bei einer Tasse Kaffee zusammen sitzen und zuhören.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb