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Der Leopard
Il Gattopardo

Frankreich, Italien 1963

DVD, BLU 183min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
DVD:, Deutsch   BLU:, Deutsch, Italienisch   
Untertitel
BLU:,    
Regie
Luchino Visconti
Drehbuch
Luchino Visconti, Enrico Medioli, Massimo Franciosa
Kamera
Giuseppe Rotunno
Musik
Nino Rota, Giuseppe Verdi, Vincenzo Bellini
Literaturvorlage
Giuseppe Tomasi Di Lampedusa
Schauspiel
Claudia Cardinale, Alain Delon, Terence Hill, Burt Lancaster, Romolo Valli, Pierre Clementi, Giuliano Gemma, Paolo Stoppa, Marino Masé, Rina Morelli, Vittorio Duse
Awards
Cannes: Goldene Palme
Empfohlen von
skies&clouds, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Kriegs-/Antikriegsfilm, Epos, Familie
Inhalt
Der Untergang des sizilianischen Adels und die Einigungsversuche Garibaldis in Italien Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit der berühmten finalen Ballsequenz, wo sich alte und neue Gesellschaft zu einem grandiosen Totentanz zusammenfinden. Nach dem Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa.

Kommentare

4 Punkte von Liv:
Was Luchino Visconti auszeichnet, dass ist seine Exaktheit, seine unglaubliche, bis in kleinste Detail versetzte Leidenschaft der Inszenierung. Und ebenso wahrhaftig opulent und gigantisch wirkt "Der Leopard" - ein drei Stunden Epos vom kulturgeschichtlichen Übergang der Machtstrukturen vom Adel zum erstarkenden Bürgertum. Neben visueller Kost also auch noch eine gehörige Portion amtliche Geschichtsstunde. Aber Visconti ist kein Filmer unserer Zeit, das Interesse an solcherart abstrahierten und langläufig erzähltem Werken ist passé, vielmehr regiert zu heutiger Zeit eine lückenlose Dramaturgie mit pausenlosem Hirnstimulanzien. "Der Leopard" - ein Werk für den Filmnostalgiker, den Italienliebhaber, die Verehrer von Visconti im Allgemeinen und die, die sich drei Stunden Zeit nehmen wollen eine perfekte Inszenierung zu verfolgen.

5 Punkte von Björn Siebert:
Ganz selten passiert es mal, dass die Literaturverfilmung eines Klassikers ein solches Eigenleben entwickelt, so dass aus einem Meisterwerk wiederum ein Meisterwerk entsteht. Dies ist hier der Fall und wir reden bei der Vorlage von "Il Gattopardo" (Giuseppe di Lampedusa) immerhin über das italienische "Buddenbrooks". Über eine halbwegs gute Verfilmung von Thomas Manns epochalem Hauptwerk würde man ja hier zulande noch träumen, wenn man es nicht besser wissen würde. Aber das ist eine andere Baustelle. Dieser melancholische Abgesang auf eine große Familie Siziliens ist pure Magie, nicht so ausufernd wie der Roman aber in der Komprimierung grandios vielschichtig und die Ballszene ist so als hätte Lampedusa sie nur fürs Kino erschaffen. Hier spielt das bewegte Bild und Visconti selbst seine ganze Stärke aus und weist die literarische Form in sein Schranken. Zum Niederknien und nebenbei Burt Lancasters größte Rolle.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb