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Super size me

USA 2004

DVD 100min

Standort

WestEnd Doku - Zeitgeschichte

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
Regie
Morgan Spurlock
Drehbuch
Morgan Spurlock
Kamera
Scott Ambrozy
Produzent
Morgan Spurlock
Schauspiel
Morgan Spurlock
Genre
Dokumentation
Stichworte
Doku - Lebensräume
Inhalt
Dokumentation über einen 30-tägigen Fast-Food-Selbsttest und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen. Ein filmisches Protokoll, gehalten im Stil von Michael Moore.

Kommentare

4 Punkte von tmogli:
Warum sind die Amis so fett? Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging in "Michael-Moore-Manier" dieser tief schürfenden Frage nach und ernährte sich im Selbstversuch 30 Tage lang nur von Produkten der größten Fastfood-Kette der Welt. Erstaunliches kam zu Tage: 25 Pfund mehr auf den Rippen, Leberwerte zum Erschrecken und Blutwerte, die seine Ärzte in höchste Alarmbereitschaft versetzten... In seinem top-satirischen, in Sundance 2004 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichneten Film, fragt Spurlock nach der Verantwortung der Konzerne und Konsumenten, nach dem großen Geld, das mit der "Fastfood-Kultur" gemacht wird und nach den Möglichkeiten, die schwergewichtigen Amerikaner wieder zu einem gesünderen Volk zu machen. Ein ironischer Schlag in den Magen, angereichert mit viel Fett und Fakten über eine fragwürdige Mega-Industrie.

5 Punkte von Lars Tuncay:
Morgan Spurlock ist lebensmüde: Inspiriert durch die Werbung amerikanischer Fastfood-Ketten, in denen betont wird, wie nahrhaft ihre Produkte in Wirklichkeit sind, fasste er den Entschluss, sich einen Monat nur bei McDonald`s zu ernähren und in dieser Zeit jedes Gericht mindestens einmal zu essen, keine Mahlzeit aus- und nichts zurück zu lassen. Wann immer ihm ein Mitarbeiter den Ausbau seines Menüs auf „Super Size“, die unter Amerikanern besonders beliebte extra-große Variante, anbietet, muss er dies annehmen. In 30 Tagen zieht er mit der Kamera bewaffnet durch die Bundesstaaten, spricht mit „Big Mac-Junkies“, offiziellen Sprechern der Industrie und Ernährungsberatern. Dabei hält er alles auf Video fest und lässt seine Werte regelmäßig von drei verschiedenen Ärzten auswerten und beurteilen. Ihm zur Seite steht seine Freundin, die ausgerechnet eine professionelle vegane Köchin ist und mit ihm leidet. Was sich zunächst als der Traum eines jeden Achtjährigen anhört, entpuppt sich bald zum lebensbedrohlichen Albtraum, der weit reichende Folgen für Morgans Gesundheit, Gefühls- und Sexleben hat. Mit Michael Moores erfolgreichen Aufklärungsfilmen hat sich eine neue Form des Dokumentarfilms etabliert. Anstatt nur zu beobachten, stehen die Macher selbst im Mittelpunkt. Genau wie Moore reichert auch Spurlock seine Ursachenforschung der amerikanischen Fettleibigkeit mit Fakten und offiziellen Statements an und gibt dem Ganzen mittels Zeichnungen und lakonischen Kommentaren eine zusätzliche satirische Note. Aber Spurlock geht noch einen Schritt weiter und wagt den Selbstversuch, der erschreckende und unwiderlegbare Ergebnisse zu Tage bringt. So leiden wir mit ihm und werden dabei nicht nur schlauer, sondern auch noch bestens unterhalten.

3 Punkte von the von Stücks:
Das Lebensgefühl Mc Donald's hat tiefe Risse bekommen. Das Essen ist nicht nur fast food, sondern auch fast kill. Morgan Spurlocks vitale Funktionen sind nach dem Kamikaze- Experiment so katastrophal, dass man sich schwört, nicht mal eine Fruchttüte mehr im MörderMc zu ordern. Die Freaks, die am Rande proträtiert werden, sind allerdings auch ziemlich beachtenswert- ein Mann, der sich seit Jahren nur von Burgern ernährt (und dessen Cholesterinspiegel sich mittlerweile jenseits von Gut und Böse befindet), ein Typ, der vom exzessiven Limotrinken erblindet und eine Familie, die ihre gesamte Garage dazu nutzt, eine umfangreiche Sammlung Happy- meal- Figuren zu exponieren. Ein Kuriosenkabinett, das ein Stück Kulturgeschichte der USA spiegelt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb