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Fahrenheit 451

USA, Grossbritannien 1966

DVD 112min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Französisch   
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Regie
Francois Truffaut
Drehbuch
Francois Truffaut, Jean-Louis Richard
Kamera
Nicolas Roeg
Musik
Bernard Herrmann
Produzent
Lewis M. Allen
Literaturvorlage
Ray Bradbury
Schauspiel
Julie Christie, Cyril Cusack, Bee Duffell, Oskar Werner, Caroline Hunt, Anna Palk, Anton Diffring, Noel Davis, John Rae
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Science-Fiction
Stichworte
Dystopien, Literaturverfilmung, Gesellschaft
Inhalt
Porträt einer Gesellschaft, die Individualität verbietet: Der obrigkeitshörige Feuerwehrmann Montag legt Feuer, statt es zu löschen und verbrennt Bücher, da es verboten ist, sie zu besitzen oder zu lesen. Eines Tages jedoch macht er eine Entdeckung. Verfilmung des SF-Klassikers von Ray Bradbury (Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier brennt).

Kommentare

5 Punkte von Amsel:
Die Verfilmung der Geschichte "Fahrenheit 451" von Ray Charles Bradbury aus dem Jahr 1953 über eine Zukunft, in der Bücher verboten sind, ist ein Hommage an die Literatur. Wer Bücher liebt, wird bei diesem Film leiden. Etwas seltsam mutet die futuristische Ausstattung des Filmes an. Da hat man seit den 60er Jahren schon bessere Zukunftsvisionen gesehen. Das erschreckende ist, große Wandbildschirme, vor denen die Hausfrau tagaus tagein sitzt, gibt es heute. Und Filme über die Schrecken von Zensur sind immer aktuell.

5 Punkte von Liv:
In meiner Überzeugung hat Francois Truffaut niemals auch nur einen mittelmäßigen oder gar schlechten Film gemacht - "Fahrenheit 451" beweist wieder einmal, warum dass der Fall ist. Mit ungezügleter Virtuosität inszenierte Truffaut dieses apokalyptische Märchen, ungebremste Einstellungswechsel erinnern an sein Vorbild der massenhaften Einstellungen, namens Hitchcock. Man spürt in jeder Szene die sichere Hand des Regisseurs, sein Gespür für die entscheidenden Momente, seine Sensibilität für die Untiefen der Charaktere. Doch die großte Leistung ist eohl unzweifelhaft die künstlerische Eigenständigkeit des Films.

5 Punkte von Toralf:
Guy Montag ist Feuerwehrmann. Doch er soll Brände nicht löschen, sondern welche legen. Am Besten in der Nähe von Büchern. Laut Feuerwehr soll nämlich sämtliche Literatur vernichtet werden, weil sie Menschen angeblich traurig stimmt. Als Guy eine revolutionäre Lehrerin kennenlernt, die sich das Lesen nicht verbieten lässt, wird er zum Gejagten. Das wunderbar romantische an "Fahrenheit 451" ist die Schlusssequenz: Ein Zufluchtsort, an dem jeder Bewohner ein bestimmtes Buch auswendig kennt. So gibt es doch noch Hoffnung für das schöne Leben. Der Film hat mich ungemein an George Orwells legendäre "Gedankenpolizei" aus 1984 erinnert. Nur: Er erkennt dem System wenigstens Fluchtmöglichkeiten an. Und das ist beruhigend.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb