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Idioten
Idioterne

Niederlande, Frankreich, Italien, Dänemark, Schweden 1998

DVD 114min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Dänisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Lars von Trier
Drehbuch
Lars von Trier
Kamera
Lars von Trier, Casper Holm, Jesper Jargil, Kristoffer Nyholm
Produzent
Peter Aalbæk Jensen, Vibeke Windeløv
Schauspiel
Lars von Trier, Nikolaj Lie Kaas, Paprika Steen, Bodil Jørgensen, Henrik Prip, Jens Albinus, Troels Lyby, Claus Strandberg, Anne Louise Hassing, Louise Mieritz, Lone Lindorff, Lillian Tillegren
Empfohlen von
Martin, Maria, Mitarbeiter
Inhalt
Durch Zufall gerät die zurückhaltende Karen in eine Gruppe junger Leute, die sich zu einem radikalen Experiment entschieden hat. Angestachelt vom Spießerhasser Stoffer geben sie sich in der Öffentlichkeit als "Idioten" aus und provozieren bei so genannten "Behindertenausflügen" durch lautes, aggressives Verhalten ihre Mitmenschen. Karen wird sofort in die unkonventionelle Kommune integriert, die gemeinsam in ein leer stehendes Haus gezogen ist, wo sie alle Freiheiten bis hin zum Gruppensex hemmungslos auslebt. Als Stoffer seine Anhänger tiefer in das Experiment drängt und fordert, auch in privaten und beruflichen Beziehungen den "Idioten" zu spielen, zerfällt die Gruppe. Alle geben auf, bis auf eine

Kommentare

5 Punkte von plug:
Wieder ein klasse Film der Dogma Reihe um den Regiehelden Trier. Man muss sie aber auch mögen, die wacklige Kamera, miese Beleuchtung und jeglich ohne Toneffekte auskommenden Dogmastreifen. Was bei "Elling" noch etws zu süß rüberkommt, treibt Trier auf die spitze. Ein Haufen Fraun und Männer ziehen in eine alte Villa am Stadtrand und versuchen vorzugeben sie seien behindert. Sie spielen geistig Behinderte bekommmen so den Zorn, das Mitleid und manchmal auch Geld für die selbstgeklöppelten Weihnachtsgestecke geschenkt. Alles sehr fragwürdig, amüsant und natürlich ethisch höchst fragwürdig. Rudelbumsen und grelle Schreie und das mit Augenzwinkern. Hut ab!

5 Punkte von Liv:
Abgesehen davon, dass mir bei der wackelige Handkamera immer kotzübel wird, kann ´Idioten´ mit einigen gelungenen Wendungen überzeugen. Ja, damals 1998, da war Dogma noch was, da glotzte man staunend auf die zitternden Bilder, suchte in den dunklen Ecken des Films die Wahrheit zu erkennen, die doch so offensiv, uneingeschränkt agitatorisch in die Szenen gestellt wurde. Von Trier machte es richtig, das damals teil-revolutionäre Dogma-Konzept mit dem soziologisch-konfrontativen Sujet zu verbinden. Am Ende eine durchaus gelungene Melange, von Lars von Trier, der ohnehin schon immer zu wissen schien, wie man den Dogma-Stil inszeniert.

2 Punkte von the von Stücks:
"Lars von Trier, das ist ja wohl nix", dachte ich und schaltete den DVD- Player ab. Der wirklich allererste Dogma- Film, den ich nicht zuende kucken mochte, weil er mich derart empörte, wie auch langweilte. Menschen, die sich behindert geben, um den Konventionen und Zwängen der Gesellschaft zu fliehen und den Narren in sich toben zu lassen, supi Idee, aber so Scheiße umgesetzt und so unsympathische Figuren und soviel Gehirnschwulst, nee, Lars. Ansonsten wie immer viel gutes Dogma: Schüttelkamera, no Maske und spontaner Schock (Paaren im Kollektiv). Trotzdem hat mich nichts an dem Film bewegt gerüttelt oder sonstwie holterdipolter verstört und belehrt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb