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Weekend
Week End

Frankreich, Italien 1967

DVD 103min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Jean-Luc Godard
Drehbuch
Jean-Luc Godard
Kamera
Raoul Coutard
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart, Antoine Duhamel
Schauspiel
Jean-Pierre Leaud, Jean-Pierre Kalfon, László Szabó, Jean Yanne, Mireille Darc, Juliet Berto, Valérie Lagrange, Anne Wiazemsky, Jean Eustache, Michele Breton
Empfohlen von
Inga, Mitarbeiter
Genre
Drama, Horror
Stichworte
Gesellschaft
Inhalt
Das streitsüchtige Ehepaar Corinne und Roland schließen einen Waffenstillstand um gemeinsam zum sterbenden Vater von Corinne aufs Land zu fahren und die Erbschafft einzusacken. Doch Stau, Unfälle und gewaltätige Anhalter machen den beiden das Leben schwer.

Kommentare

4 Punkte von Butthead:
Wochenend' und Sonnenschein. Ein Paar möchte auf's Land fahren, doch ganz so harmlos ist die Idylle nicht; das Ziel ist die Mutter, die von der Änderung des Testaments abgehalten werden muss. Doch der Weg ist weit. Wir folgen den beiden durch Staus, Unfälle, Auto-Entführungen und andere skurile Szenen, so dauert das Wochenende schon ein paar Tage. Ein Road-Movie der etwas anderen Art.

5 Punkte von Liv:
Godards grandiose Abgesang auf jegliche normierte Wert- und Weltvorstellungen. Faszinierend ist die filmische Waghalsigkeit mit der Godard im Stande ist, die differenzierte Thematik umzusetzen. Vor allen Dingen auf gewisse Weise spekulativ - das Wort trifft seine Art Filme zu machen wohl am Besten. Bei einem Godard-Film kann man entweder den Kopf anstellen, wodurch einem alle paar Sekunden ein Angebot über die weitere Reflexion des Gesehenen gemacht wird - oder man kann einfach nur zuschauen, akzeptierend, dass man einiges nicht auf Anhieb versteht, und irgendwie ein diffuses Gefühl von dem Film mitnehmen, dass man etwas Außergewöhnliches gesehen hat.

2 Punkte von Björn Siebert:
Na dann, Week-End, Mahlzeit, Godards angebliches Meisterwerk auf Augenhöhe mit Großtaten wie Pierrot le fou, Le Mepris oder A bout de souffle? Niemals! Sicher, vor dem Hintergrund der bevorstehenden Studentenrevolte (1968) und der Napalm-Attacken in Vietnam erst einmal ein Statement. Diesen Film muß man lieben oder hassen, ich habe mich nach reiflicher Überlegung für letzteres entschieden. Der Film wirkt heute nur noch antiquiert (was man von anderen Nouvelle-Vague-Filmen nicht behaupten kann), sein Anliegen verkehrt sich ins lächerliche und Godards Angeberhaltung nervt. Hier wird auf biegen und brechen versucht besser zu sein als alle anderen, mit dem überbordenden Ego vom Regisseur komme ich da einfach nicht mehr zurecht. Fin de cinema? So ein vollkommener Schwachsinn.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb