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Höllentour

BRD 2004

DVD 120min

Standort

WestEnd Doku - Sport

Sprachen
Deutsch   
Regie
Pepe Danquart, Werner 'Swiss' Schweizer
Drehbuch
Pepe Danquart
Kamera
Michael Hammon, Wolfgang Thaler, Filip Zumbrunn
Musik
Till Brönner
Produzent
Mirjam Quinte
Genre
Dokumentation
Stichworte
Sport

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
2003 ging die Tour de France bereits in ihr 100. Jahr. Zeit, um den Radsport-Wahnsinn, der für die meisten Deutschen nur schwer zu begreifen ist und allerhöchstens vor dem heimischen TV verfolgt wird, einmal näher zu beleuchten. Pepe Danquard („Heimspiel“), der 1993 durch seinen Oscar für „Schwarzfahrer“, ein gewitztes Statement gegen den täglichen Rassismus, zu kurzzeitiger Berühmtheit gelangte und seitdem Dokumentar- und Spielfilme dreht, begleitete das Team Telekom durch die „Höllentour“. Dabei richtete er den Fokus besonders auf die langjährigen Teampartner und Freunde Erik Zabel und Rolf Aldag. Von der Anspannung in der Minute vor dem Rennen, bis zum Zieleinlauf am Champs Elyssee begleitete er sie mit seiner Kamera und zeichnet ein sehr ehrliches Bild dieser Extremsportart auf. Daneben fing er aber auch Zaungäste und Fans ein, wie etwa den liebevollen Archivar Serge Laget, der immer wieder Anekdoten und Fotos aus einem Jahrhundert Tour de France beisteuert. Danquart geht dabei über die üblichen Konventionen des Dokumentarfilms hinaus und belebt sein zweistündiges Porträt mit Splitscreens, Zeitlupen und Verfremdungen, hält aber auch die atemberaubende Landschaft in eindrucksvollen Bildern fest. Im Zentrum seines Films stehen aber zwei Wahnsinnige, Repräsentativ für alle 180 Fahrer der Tour, die sich über drei Wochen hinweg täglich übermenschlichen Strapazen aussetzen und selbst mit gebrochenem Schlüsselbein noch bis zum Ziel radeln.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb