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Permanent Vacation
Permanent Vacation

USA 1980

DVD 77min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Jim Jarmusch
Drehbuch
Jim Jarmusch
Kamera
Tom DiCillo, James A. Lebovitz
Musik
Jim Jarmusch, John Lurie
Produzent
Jim Jarmusch
Schauspiel
John Lurie, Richard Boes, Sara Driver, Chris Parker, Leila Gastil
Genre
Drama
Stichworte
Jugendfilm
Inhalt
Jarmuschs Filmdebüt beschäftigt sich mit dem New York der 80er Jahre und dem heranwachsenden Allie, der versucht, sich in der niemals schlafenden Stadt und seinem heranwachsenden Dasein zurecht zufinden.

Kommentare

4 Punkte von Liv:
Jim Jarmusch legt in "Permanent Vacation" den Grundstein dafür, dass er einmal ein ganz großer werden würde. Denn es ist eine genuine Filmsprache, die Jarmusch bereits in seinem Erstling findet. Darüber hinaus, hat Jarmusch als auteur wirklich etwas zu sagen, ein Anliegen in seiner Geschichte, dass er glaubhaft und authentisch herüberbringt, so dass "Permanent Vacation" durchaus wie ein Stück Zeitgeschichte wirkt. Allein der Unterhaltsamkeit muss man deutliche Abstriche machen, die Geschichte ist doch mit eineigen Längen durchzogen.

5 Punkte von T- Bone Steak:
Junge,coole Typen, die zu Charlie Parker- Platten tanzen.(1980 wohlgemerkt, nicht 1950!) Frauen, die hübsch sind UND Rimbaud lesen (ebenfalls 1980!!). New York, das so verlassen wirkt, wie eine verrottete Goldgräberstadt. Gibt´s alles eigentlich ja nicht wirklich, oder? Ich mag diesen verrückten, sperrigen und direkten Film. Diese Jazz- Spirit- Existenzialistenphantasie.Jarmusch bastelt sich sein eignes kleines Universum aus Literatur und Jazz. Darin die Verrückten, Schönen, Kauzigen. Sehr lyrisch und verhalten und trotzdem cool.Dialoge zum immer wieder hören. Und:Die Fraktion der "Cineasten" (gähn!) mag bezüglich der "Authentizität" gerne Verbindungen zu den Dogma-Dogmatikern herstellen- doch wenn bei denen "Authentizität" Politik und Programm ist, ist das hier Poesie.

1 Punkte von Björn Siebert:
Also so einen miesen Film habe ich lange nicht mehr gesehen. Aber zur Ehrenrettung muß man sagen, dass halt jeder mal klein angefangen hat, auch Jim Jarmusch. Der Film bietet: 1) Eine Tonspur die bedeutungsschwanger innere Spannung suggeriert, aber eigentlich nur nervt. 2) Einen Hauptdarsteller der planlos, scheinbar ohne jede Regieanweisung durch die Bilder torkelt. 3) Sätzte wie: "Ich habe genug vom Alleinsein" und die nicht weniger blöde Antwort: "Jeder ist allein." 4) Endlich auch mal wieder umgedrehte (verkehrtherum) in den Mund gesteckte Zigaretten. Dieser Film ist wohl eher mit einem mittelmäßigen Diplomfilm zu vergleichen, wobei das Wort sperrig hier eine ganz neue Bedeutung bekommt. Bitte das Wort sperrig aber nicht mit intelligent verwechseln. Das Debut der Ikone des Independent-Films ist einfach grauenvoll und zerstört zusammen mit "Coffee and Cigaretts" und "Dead Men" nun endgültig den Mythos das Jim Jarmusch nur gute Filme dreht. Einzig positives: Ich habs überlebt und habe mir danach Billy Wilders "The Apartment" angeschaut.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb