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Coffee and Cigarettes

USA, Italien 2003

DVD 96min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Jim Jarmusch
Drehbuch
Jim Jarmusch
Kamera
Frederick Elmes, Robby Müller, Ellen Kuras, Tom DiCillo
Musik
Tom Waits, Richard Berry, Gustav Mahler
Produzent
Jim Stark, Stacey E. Smith, Gretchen McGowan, Joana Vicente, Jason Kliot
Schauspiel
Cate Blanchett, Steve Buscemi, Bill Murray, Tom Waits, Alfred Molina, Steve Coogan,  RZA, Roberto Benigni, Iggy Pop, Vinny Vella, Joseph Rigano, Steven Wright, Joie Lee, Cinqué Lee, Michael Hogan (VIII)
Stichworte
Schwarz-Weiss
Inhalt
Jim Jarmusch erzählt in elf Episoden mit Starbesetzung von Begegnungen bei Kaffee und Zigaretten.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Ich erzähle Euch vor allem von der letzten Episode - diese poetische Großtat vereint die zärtlichsten Ausdrucksformen des Kinos. "Ich bin der Welt abhanden gekommen" - Gustav Mahlers Symphonie steht im Mittelpunkt der Episode - erzählt uns beiläufig von der Tragik des Lebens. Von der Poesie eines Jean Vigo, von der pittoresken Tristesse eines Robert Bresson, von der musischen Melodie eines F.W.Murnau - und nicht zuletzt: von der leichten Lakonie eines Jim Jarmusch. Großartig, ganz großartig.

5 Punkte von Lars Tuncay:
Hier kommt die inoffizielle Quasi-Fortsetzung zu Wayne Wangs „Blue In The Face“. Während Regisseur Jim Jarmusch („Dead Man“) damals noch zu den skurrilen Figuren dieses Episodenfilms zählte, hält er bei „Coffee and Cigarettes“ nun selbst die Fäden in der Hand. Der rote Faden bildet sich derweil aus den beiden titelgebenden Elementen, denn immer ist in den ersten Minuten der Kurzgeschichten eine Draufsicht des Tisches zu sehn, an dem die Protagonisten sitzen und auf dem meist zwei Kaffeetassen, eine Kanne und ein Aschenbecher arrangiert sind. Die sind ebenso, wie bei Wangs Reigen mit großen Namen besetzt, die auch noch alle eine überspitzte Form ihrer selbst spielen: Iggy Pop und Tom Waits unterhalten sich über die Vorteile davon, das Rauchen aufgehört zu haben und stecken sich dazu erstmal eine an, die gefeierte Schauspielerin Cate Blanchett trifft ihre gescheiterte Cousine Shelly (ebenfalls Blanchett) in einem Hotelfoyer, Bill Murray holt sich ärztliche Tipps von RZA und GZA vom Wu-Tang Clan und Steve Buscemi gibt seine Theorie über den Zwillingsbruder von Elvis Presley zum Besten. Dies sind aber nur einige der insgesamt elf in schwarz/weiß gefilmten skurrilen Episoden, in denen u.a. noch Jack und Meg White von den White Stripes, Alfred Molina und Steve Coogan zu sehen sind. Die meisten führen zu nichts, ein Grossteil ist einfach nur seltsam, aber alles in allem ist „Coffee and Cigarettes“ ein großer Spaß für alle Beteiligten. Und dazu gehören auch die Zuschauer.

5 Punkte von lockedroom:
Dieser Film ist schlicht Kult und stammt in seiner Grundfassung eigentlich aus dem Jahr 1993, einer Zeit, in der Jim Jarmusch einfach nichts falsch machen konnte. Er schuf mit "Coffee and Cigarettes" ergreifend schlichte und humorvolle Kammerstücke, die in ihrer Einfachheit von den agierenden Schauspielern zu kleinen Meisterwerken in Schwarzweiß gemacht wurden. Zu Recht erhielt Jarmusch im selben Jahr in Cannes für eine Episode (die mit Tom Waits und Iggy Pop) die Goldene Palme für den besten Kurzfilm. Für die Version von 2003 wurde die ursprüngliche Fassung um acht weitere Filmchen ergänzt und ist kann sich nun in neuem Gewand neue Herzen gewinnen, denn auch die hinzugekommenen Teile sind charmant und stehen den alten in nichts nach. Wärmste Empfehlung!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb