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Underground

Frankreich, Ungarn, BRD 1995

DVD 163min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Serbokroatisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Emir Kusturica
Drehbuch
Emir Kusturica, Dusan Kovacevic
Kamera
Vilko Filac
Musik
Goran Bregovic
Produzent
Karl Baumgartner, Pierre Spengler
Schauspiel
Emir Kusturica, Miki Manojlovic, Hark Bohm, Lazar Ristovski, Srdjan Todorovic, Mirjana Karanovic, Stojan Sotirov, Pierre Spengler, Slavko Stimac, Mirjana Jokovic
Awards
Cannes: Goldene Palme
Empfohlen von
Inga, Mitarbeiter
Genre
Drama, Action
Stichworte
Satire, Kriegs-/Antikriegsfilm
Inhalt
Die unglaubliche Balkan-Saga spannt einen Bogen über 50 Jahre: Partisanen, die 1941 Unterschlupf in einem Keller gefunden haben, glauben, daß der Krieg gegen Hitler immer noch andauert, als sie 1991 in den Balkankrieg verwickelt werden. Erhielt die Goldene Palme in Cannes 1995.

Kommentare

5 Punkte von plug:
Absoluter Kultbalkanfilm von Kusturica, der in diesem Jahr endlich mal die Jury in Cannes anführen darf! Skurril, abgedreht, traurig und manchmal melancholisch bricht dieser Film mit den uns inherenten Sehgewohnheiten. Der zweite Weltkrieg aus der Sicht eines zurückgebliebenen Tiepflegers oder Luftangriffe als Störungen des Sexlebens. Die Tragikkomödie spannt den Bogen vom 2. Weltkrieg bis hin zur Wende und kakrkiert die Kommunisten, Faschisten, Spiesser, Untergrundkämpfer und Politiker gekonnt. Der Balkan als gepeinigte und kriegszerstörte Region im Rahmen einer Groteske. Wenn einer Handvoll Menschen fast 50 Jahre lang vorgekaukelt wird, dass ausserhalb des Untergrund -Verstecks noch der Weltkrieg tobt und sie dann schließlich durch einen Zufall befreit werden, weiß man nicht ob man LACHEN oder HEULEN möchte. Sehenswerter Kultfilm in der Art von Black Cat White Cat, nur mit strikter politischer Kritik.

4 Punkte von Liv:
Emir Kusturicas Tragikomödie "Underground" ist visionär - keine Frage. In opulenten Bildern inszeniert er - quasi zwischen Zeus und Aphrodite - ein groteskes Vexierbild jugoslawischer Mentalitätsausbrüche inmitten von Nachkriegszeit und Weingelagen, Kleine-Jungen-Streiche und Frauentausch. Für diese Magie gebührt ihm höchstes Lob. Allerdings ist die Story allzu ausufernd geraten, sodass ein packender Spannungsbogen nicht vorhanden ist, und man sich dann doch irgendwann satt gesehen hat, und in ein mitunter lethargische Position verfällt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb