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Kleinruppin Forever

BRD 2004

DVD 103min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Komödie

Sprachen
Deutsch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Carsten Fiebeler
Drehbuch
Sebastian Wehlings, Peer Klehmet
Kamera
Bernhard Jasper
Schauspiel
Michael Gwisdek, Thorsten Merten, Oliver Bröcker, Anna Brüggemann, Uwe Kockisch, Michael Kind, Tino Mewes, Volker Ranisch, Tobias Schenke
Genre
Komödie
Stichworte
Romantische Komödie

Kommentare

1 Punkte von Peter Brandenburg:
Wer Freude daran hat, „schlechte“ Filme zu sehen, insbesondere Widersprüche, Plattheiten, Anschlussfehler etc. herauszufiltern, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt. In einer seltsam abgefilmten Welt bewegt sich eine in den 80er Jahren spielende Ost/West-Geschichte, die mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat. Anders als etwa bei der „Sonnenallee“ geht diese Abstraktion in dem scheinbar überwiegend doch ernst gemeinten Film jedoch völlig daneben. Auf welcher Stufe hier gearbeitet wird, sei nur anhand von zwei Beispielen illustriert: In einem noch halbwegs realistisch dargestellten DDR-Jugendklub, besucht von Langhaarigen und leicht übermotivierten Rockern, dröhnt der sechziger-Jahre-FDJ-Song „Sag mir, wo du stehst“ aus den Boxen (eher unrealistisch), und das im Jahre 1985 (völlig abwegig). Und die angehimmelte dunkelhäutige Schönheit, die in der Betriebskantine täglich den nicht essbar wirkenden Fraß aufkellt, öffnet zum Ende des Films erstmals den Mund – in einer extrem sächsischen Mundart. Har har! So und schlimmer geht es die ganze Zeit und letztlich hat der Film vor diesem Hintergrund Unterhaltungswert als eines der schlechtesten Werke, das ich je gesehen habe. Wem es gefiel, den „Zerrissenen Vorhang“ von Alfred Hitchcock zu sezieren (der beste schlechte Film, den ich kenne), wird u. U. auch dies hier mögen. Er/sie muss allerdings erhebliche Abstriche beim Niveau in Kauf nehmen.

2 Punkte von Jana:
Ein Film über die 70er und 80er Jahre in der DDR. Beim Vergleich mit Sonnenallee verliert der Film haushoch. Die Geschichte kommt zu Beginn noch interessant und witzig. Die anfängliche Spannung, wie die Story wohl weitergehen mag, bleibt allerdings nicht erhalten. Das Ende des Films bleibt suspekt. Entschließt sich ein 17-jähriger wirklich, in die DDR zurückzukehren,um bei seiner Liebe zu sein?

2 Punkte von Anna:
Die Idee der Story ist witzig: ein Teenager trifft bei einer Klassenfahrt in den Osten seinen Zwillingsbruder - und muss unfreiwillig dort bleiben. Leider rutscht die ganze Geschichte in eine flaue Liebesgeschichte ab. Die Ostklischees werden fleißig bedient, machen aber, ob korrekt oder nicht, doch einigen Spaß. Wenn man nicht zuviel erwartet und sich für diese Art der Retro-Ost-Filme interessiert, kann es ein netter Film sein.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb