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Der Untergang

Italien, Österreich, BRD 2004

DVD 156min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Drama

Sprachen
Deutsch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Oliver Hirschbiegel
Drehbuch
Bernd Eichinger, Joachim Fest
Kamera
Rainer Klausmann
Musik
Stephan Zacharias
Produzent
Bernd Eichinger
Schauspiel
Bruno Ganz, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Thomas Kretschmann, Devid Striesow, Alexandra Maria Lara, Christian Berkel, André Hennicke, Heino Ferch, Anna Thalbach, Matthias Habich, Jürgen Tonkel, Justus von Dohnanyi, Christian Redl, Juliane Köhler, Fabian Busch, Ulrich Matthes, Ulrike Krumbiegel, Michael Mendl, Michael Brandner, Dieter Mann, Mathias Gnädinger
Awards
Amandaprisen
Genre
Drama, Action
Stichworte
Kriegs-/Antikriegsfilm
Inhalt
Distanzlos-realistisches Portrait von Hitler in seinen letzten Tagen.

Kommentare

1 Punkte von tromaville:
So am Anfang meiner "Kritik" möcht ich mal ein Zitat zeigenwas ich im Netz fand: "Oft werden sogenannte "historische Filme" mißbraucht, um die Welt in Gut (meist Amerikaner) und Böse (Deutsche, Vietnamesen, Japaner, Iraker...) aufzuteilen." Eigentlich kann man dieses Zitat ja für vernünftige Menschen stehen lassen, denn es spricht für sich! Aber trotzdem denk ich nicht das die meissten wissen das dieses Zitat ein Ausdruck von typisch deutscher Dummheit ist, genau wie dieser beschissene Scheisshaufen von "Film". Und als ich dann jedenfalls weiter gesucht habe fand ich dieses Zitat einer anderen Rezension: "Mal ein guter Film!! Nicht so ein Ami-patrioten-Film!" Doch nun werde ich mich wortlos diesem ach so "emotionalen" und "leidenschaftlichen" Film abwenden da es sicherlich nichts bringen wird diesen Film weiter zu "bewerten". Mein Fazit: Deutscher gehts nicht!!!!!!

3 Punkte von Susanne Schulz:
Der Untergang Deutschlands war total. Eine Niederlage militärischer und moralischer Natur ohne Wenn und Aber. Hitler selbst war der Choreograph hinter den Ereignissen. Sein Abgang von der Weltbühne sollte nach seinem Willen auch gleichzeitig den Niedergang des deutschen Volkes bedeuten. Darüber einen stimmigen Film zu machen ist eine Herausforderung, birgt das Gengre Spielfilm doch auch immer den Faktor Unterhaltung in sich. Scheint es dann in diesem Fall zwar halbwegs angemessen, dass man die tragischen Facetten der letzten Tage vor dem Fall Berlins mit den unzähligen zivilen Opfern thematisiert, kommt die Inszenierung der Täter dagegen einem Tabubruch gleich. Dass es nun auch noch ein deutscher Drehstab unter der Produktion von Bernd Eichinger unternahm, der ureigensten Vergangenheit Gesichter zu leihen wird wohl von manchem kritischen Betrachter als Anmaßung gesehen werden: Dürfen die Deutschen sich interpretativ mit Hitler auseinandersetzen, dürfen sie im Kino sitzen und darüber lachen, wenn dieser kleine, schnauzbärtige Mann – beeindruckend gespielt von Bruno Ganz - einen seiner berüchtigten cholerischen Anfälle bekommt? Ja, darf man DEM Täter an sich eine Plattform einräumen, darf er menschlich greifbar, gar nachvollziehbar werden? Diese Fragen sind es, die Oliver Hirschbiegels Film interessant machen, wird doch der Kinobesucher gezwungen sich von teils dogmatischem Geschichtsunterricht zu befreien, nebst den unsäglichen Guido-Knopp-Dokus mit ihrer geglätteten Wahrheitsverkündung. Zwar ist auch dieser Film nicht frei von Betroffenheitsklischees, herzerweichender Musik an den richtigen Stellen und dadurch letztendlich in seiner Aussage nicht konsequent, versucht er dem detailliert inszenierten Mikrokosmos des Führerbunkers meist allzu standardisierte Bilder von „Draußen“ entgegenzusetzen. Trotzdem bringt er das in Gang was eigentlich wichtig ist: Auseinandersetzung mit der Faszination von Macht. Und an dem Mythos Hitler und seiner Entmystifizierung kommt man dabei nicht vorbei.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb