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Beruf: Reporter
Professione: Reporter

Frankreich, Italien, Spanien 1973

DVD 125min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hindi, Hebräisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowenisch, Türkisch, Ungarisch, Kroatisch   
Regie
Michelangelo Antonioni
Drehbuch
Michelangelo Antonioni, Mark Peploe, Peter Wollen
Kamera
Luciano Tovoli
Musik
Ivan Vandor
Produzent
Carlo Ponti
Schauspiel
Jack Nicholson, Charles Mulvehill, Jenny Runacre, Maria Schneider, Ian Hendry
Empfohlen von
Inga, skies&clouds, Martin, Miriam, Mitarbeiter
Genre
Drama
Inhalt
In einer persönlichen Krise nutzt ein Fernsehjournalist die Gelegenheit, die Identität eines anderen anzunehmen. Weder die Flucht vor der eigenen Vergangenheit noch der Versuch, in politischem Engagement den verlorenen Lebenssinn zurückzugewinnen, gelingen dem Engländer. Er läßt sich passiv seinem Tod entgegentreiben. Antonioni resümiert - vor einer fünfjährigen Schaffenspause - die thematischen und filmischen Motive seines bisherigen Werks und gelangt zu einer pessimistischen Analyse der entfremdeten Kommunikations- und Wahrnehmungsformen der modernen Welt. Die kolportagehafte Handlung ist nur Vorwand und Hintergrund für einen meisterhaft inszenierten visuellen Diskurs über den Scheincharakter des Wirklichen und die Realität der Fiktion.

Kommentare

5 Punkte von Björn Siebert:
Ein entfremdeter Film über die eigene Entfremdung mit einer der besten Kamerafahrten der Filmgeschichte: Nicholson liegt auf dem Hotelbett, die Kamera schwenkt zur Seite schaut aus dem Fester, wo ein für Nicholson gefährliches Auto ankommt, die Kamera schaut aber lieber weiter auf den Vorplatz des Hotels, scheinbar belanglose Dinge spielen sich dort ab, dann fährt die Kamera wieder zurück, schaut aufs Bett - Nicholson ist tot. So etwas ist absolut unerhört, nicht die Leichenberge in Filmen wie Saw oder die Foltermethoden in Hostel, auch nicht die Zeitsprünge und Kopfgeburten von David Lynch und Konsorten. Dies ist manipuliertes Kino und daraus entsteht wirkliche Magie. Ich verehre diese Szene ungemein. Ein absoluter Höhepunkt in Antonionis Filmographie.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb