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Liebe mich wenn du dich traust
Jeux d'enfants

Frankreich, Belgien 2003

DVD 93min

Standort

WestEnd Liebesfilm- Europa/Welt

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Yann Samuell
Drehbuch
Yann Samuell, Jacky Cukier
Kamera
Antoine Roch
Musik
Philippe Rombi
Schauspiel
Marion Cotillard, Gilles Lellouche, Guillaume Canet, Gérard Watkins, Emmanuelle Grönvold, Julia Faure, Joséphine Lebas-Joly, Thibault Verhaeghe
Empfohlen von
Lars , Mitarbeiter
Genre
Drama, Komödie
Stichworte
Romantische Komödie
Inhalt
Als Kinder spielen Julien und Sophie immer "Top oder Flop", wer gewinnt bekommt eine kleine Spielzeugdose aus Metal. Sie treiben dieses Spiel gerne auf Kosten anderer und treiben es immer weiter und weiter. Die Jahre vergehen und eines Tages stellt Sophie fest, daß sie sich in Julien verliebt hat. Auch er ist angezogen von ihr, doch sie können nicht aufhören zu spielen. Immer wieder finden sie zueinander, um es sich mit einer blöden Wette unmöglich zu machen zueinander zu finden. Bis das Spiel mehr als Ernst wird...

Kommentare

3 Punkte von Lars Tuncay:
Sophie und Julien sind schon als Kind Außenseiter. Die Tochter polnischer Einwanderer und der kleine Phantast, dessen Mutter ihm immer phantasievollere Geschichten erzählt erfinden ein Spiel, um mit dem humorlosen Rest der Welt klar zu kommen: sie stecken sich gegenseitig eine bunte Blechdose zu und der Übergeber stellt dem anderen eine Aufgabe, je schwieriger desto besser. So reißen die beiden Hochzeitsbüffets vom Tisch, machen beleidigende Bemerkungen im Unterricht und landen regelmäßig beim Direktor, dem Julien kurzerhand auf Sophies Befehl hin vor den Schreibtisch pinkelt. Die Streiche ziehen natürlich jede Menge Ärger nach sich, der ihre Freundschaft aber nicht zu trüben vermag. Selbst als Juliens Mutter stirbt, bringt Sophie ihn zum Lachen, als sie auf dem Friedhof anfängt „La vie en rose“ zu singen. Nichts scheint die beiden auseinander zu bringen, doch als sie sich Jahre später ineinander verlieben und einander verletzen scheint die Unbeschwertheit der Kindheitstage endgültig vorbei zu sein. Das Debüt des Franzosen Yann Samuell mit Jean-Pierre Jeunets „Die fabelhafte Welt der Amélie“ zu vergleichen ist nahe liegend, denn beide sind Anhänger des cinéma du stile, einer Form des französischen Kinos der 80er, der oft vorgeworfen wurde, sie würde Stil über Substanz stellen. Im Gegensatz zu Jeunets pointiertem Drehbuch, ist Samuells Film diesem Vorwurf nicht ganz gewachsen. Die anarchische Grundidee des Films ist zwar interessant und sorgt für einige witzige Szenen, für die gesamte Länge von anderthalb Stunden reicht das Prinzip aber nicht. Vor allem die Entscheidungen des erwachsenen Duos, dargestellt von den bekannten Jungdarstellern Marion Cotillard („Big Fish“) und Guillaume Canet („The Beach“) sind nicht immer nachvollziehbar, so dass man Samuell zwar durchaus eine große Phantasie und Liebe zum Detail attestieren kann, er aber was den Realitätsbezug anbetrifft genauso verloren ist, wie seine Charaktere.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb