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The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che
Diarios de motocicleta

USA, Frankreich, Grossbritannien, Argentinien, Chile, Peru, BRD 2004

DVD 128min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Spanisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Walter Salles
Drehbuch
Alberto Granado, Jose Rivera, Ernesto 'Che' Guevara
Kamera
Eric Gautier
Musik
Gustavo Santaolalla, Jorge Drexler
Produzent
Robert Redford, Paul Webster, Michael Nozik, Edgard Tenenbaum, Karen Tenkhoff
Schauspiel
Gael Garcia Bernal, Mia Maestro, Alberto Granado, Jean Pierre Noher, Rodrigo De la Serna, Sofia Bertolotto, Marina Glezer, Mercedes Morán, Lucas Oro
Awards
BAFTA: Bester ausländischer Film
Genre
Abenteuerfilm, Drama
Stichworte
Motorrad, Milieudrama
Inhalt
Der junge Ernesto "Che" Guevara reist mit seinem Freund Alberto Granado auf dem Motorrad durch Südamerika. Ihre Erlebnisse führen schließlich zum politischen Engagement von Che. Walter Salles zeigt das soziale Elend Südamerikas in den Fünfzigern.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Wer war der Mann dessen Gesicht noch Jahrzehnte nach seinem Tod noch auf den T-Shirts von Millionen Zwanzig- bis Dreißigjährigen rund um die Welt zu sehen ist? Der 23jährige Ernesto Guevara bricht im Sommer 1952, lange bevor er zur revolutionären Ikone „Che“ wurde, mit Alberto Granada auf einem klapprigen Norton-500 Motorrad aus seinem gutbürgerlichen Haus in Buenos Aires zu einer Leprakolonie in Venezuela auf, um dort seine Hilfe anzubieten. Der junge Medizinstudent und sein Freund, ein 30jähriger Biochemiker, sehen auf ihrer Reise durch Lateinamerika das Elend der Bevölkerung, die Ungerechtigkeit des Systems, aber auch die Gutmütigkeit und Leidenschaft in den Augen der Menschen, die Ernesto schließlich dazu bewegen wird, dem Kapitalismus den Krieg zu erklären. Geschickterweise klammert Großmeister Walter Sallas („Central do Brasil“) den weithin bekannten Kampf des Che komplett aus und wirft viel mehr einen Blick auf die Gründe für den Wandel vom gut behüteten Sohn aus gutem Hause zum Kämpfer für die kleinen Leute. Dazu gehört auch eine unglückliche Liebesgeschichte, der Sallas vielleicht ein wenig zu viel Raum einräumt. Mit Gael García Bernal, der derzeit in Almodovars „La Mala Education“ im Kino zu sehen ist und Rodrigo de la Serna hat er jedoch zwei Schauspieler gefunden, die die Freundschaft zwischen Ernesto und Alberto überzeugend verdeutlichen und den Film im Alleingang tragen. Einige ungewöhnliche Ideen, wie die schwarzweißen Standbilder der wichtigsten Stationen Ches und die beeindruckende Naturkulisse machen „Die Reisen des jungen Che“ schließlich auch optisch zu einem sehenswerten Biopic, das erfreulich un-amerikanisch ausgefallen ist.

4 Punkte von mrs.hippie:
toller film, aber eher für liebhaber des südamerakischen kontinents geeignet.

3 Punkte von mrs.hippie:
wer sich diesen film ausleiht, um mehr über che guevaras entwicklung in bezug auf sein späteres revolutionärsdasein zu erfahren, sollte seine erwarungen zurückschrauben. das leben des jungen che ist ein film über zwei junge freunde aus buenos aires in den 50er jahren, die mit dem montorrad den lateinamerikanischen kontinent entdecken. für südamerika-liebahber perfekt. ansonsten vielleicht ein etwas zu spezieller film. trotzdem sehr liebenswürdeig, man erfährt viel über volk. lebensweisen und die noch völlig normale jugend von che guevara.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb