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Das Meer in mir
Mar adentro - The Sea Inside

Frankreich, Italien, Spanien 2004

DVD, BLU 125min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
DVD:, Deutsch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Spanisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Spanisch   
Regie
Alejandro Amenabar
Drehbuch
Alejandro Amenabar, Matéo Gil
Kamera
Javier Aguirresarobe
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Alejandro Amenabar
Produzent
Alejandro Amenabar, Emiliano Otegui
Schauspiel
Javier Bardem, Lola Duenas, Celso Bugallo, Mabel Rivera, Belén Rueda, Clara Segura, Joan Dalmau
Awards
Goya: Bester Film
Goya: Bester Hauptdarsteller für Javier Bardem
Goya: Beste Hauptdarstellerin für Lola Duenas
Goya: Beste Regie für Alejandro Amenabar
Genre
Drama
Stichworte
Tod, Krankheit / Krankenhaus
Inhalt
Nach einem Tauchunfall ist Ramon Sampedro querschnittsgelähmt. Dreißig Jahre lang kämpft er darum, sterben zu dürfen. Nach einer wahren Geschichte.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Beruhend auf wahren Begebenheiten begleitet das spanische Drama den querschnittsgelähmten Rámon Sampedro (Javier Bardem) beim Kampf um die Realisierung seines größten Wunsches: das Recht in Würde zu sterben, anstatt ein, wie er findet, unwürdiges Leben zu führen. Seit er vor dreißig Jahren bei einem Badeunfall verunglückte ist Rámon ans Bett gefesselt und stellt in seinen Augen eine Belastung für die Familie seines Bruders, die sich liebevoll um ihn kümmert, dar. Unfähig, es selbst zu tun, kämpft er um die Hilfe Selbstmord zu begehen. In der Reporterin Julia (Bélen Rueda), die an einer unheilbaren Krankheit leidet, scheint er eine Komplizin gefunden zu haben. Gemeinsam mit ihr schreibt er an seiner Biographie und erläutert ihr sein Anliegen. Doch Julia bringt es nicht übers Herz, ihren Mann zurück zu lassen. Alle Achtung: Alejandro Amenébar („Open Your Eyes“) lag Hollywood nach seinem erfolgreichen Geisterdrama „The Others“ regelrecht zu Füßen. Dennoch entschloss sich der Chilene in seine zweite Heimat Spanien zurück zu kehren und dieses starke Statement in der immer noch aktuellen Diskussion um Euthanasie zu verwirklichen. Basierend auf Augenzeugenberichten und Sampedros Buch „Briefe aus der Hölle“ umschifft Aménabar die Klippen der Rührseeligkeit und stellt den Zuschauer selbst vor ein moralisches Dilemma. Der sensibel beobachtete Film ist aber, auch dank der großartigen Leistung des unter der Maske kaum wieder erkennbaren Javier Bardem („Before Night Falls“), mehr noch ein Plädoyer für das Leben, als für das Recht zu Sterben.

5 Punkte von nonörgel:
Ein Wahnsinnsfilm der den Wunsch zu Sterben beeinhaltet, aber trotzdem nicht kitschig ist. Wunderschöne Bilder, Ruhe und tiefe Traurigkeit vermittelt der Film, vor allem die absolute Abhängigkeit von Anderen, des Ramon ist permanetzu spüren. Er kämpft 20 Jahre für dieses Recht zu sterben, mit einer liebevollen Ruhe und Gelassenheit, die schon fast unrealistisch anmutet und bis zu Letzt hofft der Zuschauer, als R. sein Bett verläßt die Welt nocheimal sieht, er möge es sich anders überlegen..denn das Leben ist doch schön. Die Frage die bleibt;hätte er diese ganze Energie zu Sterben nicht trotzdem lieber in sein Leben stecken sollen?

5 Punkte von melanie:
das meer in mir ist ein film, der mich sehr berührt hat. er erzählt die geschichte eines mannes, der seit vielen jahren querschnittgelähmt im bett verbringen muss und sich nach dem tod sehnt. er ist in ein netz von menschen (sein bruder und dessen familie und sein vater) eingebunden, welche sich liebevoll um ihn kümmern und ihr auf seltsame weise einen lebensinhalt verleihen. von seiner sehnsucht nach dem tod wollen sie allerdings nichts wissen. fantasiereich und in höchstem maße authentísch sind geschichte und darsteller, die uns die hilflosigkeit im umgang mit dem thema tod/suizid/sterbehilde verdeutlichen und uns nachdenklich stimmen. hervorragendes kino, einfach brillant!!!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb