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Sideways

USA 2004

DVD 123min

Standort

WestEnd Komödie - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Türkisch   
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Regie
Alexander Payne
Drehbuch
Alexander Payne, Jim Taylor
Kamera
Phedon Papamichael
Musik
Rolfe Kent
Literaturvorlage
Rex Pickett
Schauspiel
Paul Giamatti, Jessica Hecht, Sandra Oh, Thomas Haden Church, Phil Reeves, Virginia Madsen, Marylouise Burke, Missy Doty
Awards
Oscar: Bestes Drehbuch (Adaptation) für Alexander Payne, Jim Taylor
Genre
Drama, Komödie
Inhalt
Die Mischung aus Tragik, Intelligenz und Witz ist perfekt getroffen. Die Geschichte berührt auf mehreren Ebenen und „Sideways“ ist ganz nebenbei das skurrilste Buddy Movie der letzten Zeit. Sieben Nominierungen für den Golden Globe (Auszeichnungen für "Beste Komödie" und "Bestes Drehbuch") und fünf für den Oscar sind der verdiente Lohn.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Miles Raymond (Paul Giamatti), erfolgloser Autor, geschieden und hochgradig depressiv begleitet seinen alten Freund Jack (Thomas Haden Church), einen ehemaligen Seriendarsteller, der allzu oft zwischen seinen Beinen denkt, auf einer Junggesellentour durch das Weingebiet Kaliforniens. Gemeinsam probieren die beiden reichlich Pinot, sinnieren über ihr gescheitertes Leben und treffen auf Maya (Virginia Madsen) und Stefanie (Sandra Oh). Während sich Jack in eine Affäre mit Stefanie stürzt, bevor er überhaupt verheiratet ist, traut sich Miles in seinen Selbstzweifeln versunken nicht, Maya seine Liebe zu gestehen. Am Ende steht das Wochenende und die Hochzeit, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Sideways“ mit einem guten Wein zu vergleichen, wäre zu nahe liegend. Und doch haben der Traubennektar und Alexander Paynes („About Schmidt“) Film vor allem eins gemeinsam: sie sind ein wahrlich geistreicher Genuss. Vor allem Paul Giamatti („American Splendor“) ist hier ins seinem Element und kann seiner zynischen Ader ungehemmt freien Lauf lassen kann, dass es uns eine Freude ist. Sollte der Film und vor allem Giamatti in diesem Jahr nicht mit Preisen überhäuft werden, wäre dies ein Wunder. Was aber steckt in einem Regisseur, wie Payne, dass er seine Hauptdarsteller immer wieder zu so phänomenalen Leistungen animieren kann? Es ist wohl seine behutsame Erzählweise und der Leise Humor, mit dem er seine Charaktere ausstattet. Wie schon Jack Nicholson schickt Payne auch Paul Giamatti und Thomas Haden Church auf Reisen, sowohl physisch, als auch metaphysisch. So bleibt am herrlich offenen Ende die Hoffnung, dass Miles aus seiner Depression und Jack endlich zur Monogamie findet – und die Gewissheit den schmackhaftesten Film des noch jungen Jahres gesehen zu haben.

4 Punkte von BigBen:
"Wenn sie Merlot bestellt, bin ich weg!" - das ist Miles. Er ist gescheiterter Buchautor und bekennender Weinliebhaber. Aber mit Frauen hat Miles eher weniger zu tun. Er ist depressiv und kommt über seine gescheiterte Ehe nicht hinweg. Als sein Freund Jack mit ihm auf Junggesellentour geht, laufen den beiden bei Weinverköstigungen zwei Frauen über den Weg. Die Lösung? Aber was, wenn SIE Merlot trinkt? Ein Film über Wein. Und über Weib. Nicht über Gesang - aber über den feinen Unterschied und die Besonderheiten der kalifornischen Weinberge. Einige finden den Film sinnlos und oberflächlich, andere dagegen haben sich prima amüsiert. 5 Oscarnominierungen sprechen für sich - allerdings sollte man bereit sein, sich auf etwas skurrileren Humor und ein ungewohntes Thema einzulassen. Gut für einen angenehmen Abend, an dem noch ein Rest Konzentration und Neugier übrig geblieben ist. Viel Spaß!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb