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Kammerflimmern

BRD 2004

DVD 96min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Liebe

Sprachen
Deutsch   
Untertitel
Englisch, Spanisch   
Regie
Hendrik Hölzemann
Drehbuch
Hendrik Hölzemann
Kamera
Lars Liebold
Musik
Lee Buddah,  Blackmail
Produzent
Uschi Reich
Schauspiel
Matthias Schweighöfer, Ulrich Noethen, Jessica Schwarz, Florian Lukas, Johanna Gastdorf, Jan Gregor Kremp, Bibiana Beglau, Volker Spengler, Carlo Ljubek, Rosel Zech
Genre
Drama
Stichworte
Coming-of-age
Inhalt
Der 26jährige Crash verlor als Kind bei einem Autounfall seine Eltern, nun arbeitet er in Köln als Rettungssanitäter und versucht, Leben zu retten. Klingt nach "Bringing out the Dead" auf Deutsch, entwickelt sich aber zu einem grundsoliden Liebesfilm, der hintenraus doch etwas sehr seltsam anmutet. Mit "Everybodys Darling" Jessica Schwarz.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Der Mittzwanziger Paul (Matthias Schweighöfer), der mit 7 den Unfalltod seiner Eltern miterleben musste und daher von allen nur „Crash“ genannt wird, findet sich mit seinen Kollegen Fido (Jan Gregor Kremp) und Richie (Florian Lukas) täglich mit dem Elend der Großstadt Köln konfrontiert. Obdachlose, Junkies und 16jährige Alkoholikerinnen – sie alle werden aufgesammelt und ausgenüchtert, nur um Tage später wieder im Wagen der Rettungssanitäter zu landen. Wenn sie Glück haben, denn einige von ihnen sieht „Crash“ erst wieder, wenn es zu spät ist. Wie den Junkie, der sich eine Überdosis gesetzt hat. Als seine hochschwangere Freundin November (Jessica Schwarz) den Krankenwagen ruft, ist es bereits zu spät und „Crash“ und Fido können nur noch den Tod des Fixers feststellen. Doch nach diesem Einsatz geht „Crash“ die selbstbewusste November nicht mehr aus dem Kopf und er glaubt, dass sie die Lösung für seine Nacht für Nacht wiederkehrenden Albträume ist. Hart und realitätsnah filmte Regisseur und Drehbuchautor Hendrik Hölzemann sein Kinodebüt, ohne daraus einen Betroffenheitsfilm zu machen. Vielmehr beschreibt er die Geschichte eines traumatisierten Einzelgängers, der den extremsten Weg gewählt hat, um mit seiner Vergangenheit zurecht zu kommen. Wie bereits bei „Nichts bereuen“, zu dem Hölzemann das Drehbuch schrieb, gelingt es ihm die Geschichte mit einem hohen Grad an Realität und Lebensgefühl zu erzählen, unterstützt von einigen der besten Jungdarsteller, die das deutsche Kino derzeit zu bieten hat. Intelligent vermischt er Traumsequenzen und Nahtoderfahrungen mit den Alltagsbildern und transportiert die extremen Bedingungen zwischen Schlafentzug und täglicher Überwindung überzeugend auf die Leinwand.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb