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My Summer of Love

Grossbritannien 2004

DVD 86min

Standort

WestEnd Liebesfilm- Europa/Welt

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Regie
Pawel Pawlikowski
Drehbuch
Pawel Pawlikowski
Kamera
David Scott, Ryszard Lenczewski
Musik
Will Gregory
Produzent
Chris Collins (I)
Literaturvorlage
Helen Cross
Schauspiel
Emily Blunt, Paddy Considine, Paul Antony-Barber, Dean Andrews, Nathalie Press, Michelle Byrne, Lynette Edwards
Awards
BAFTA: Bester britischer Film
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Liebesfilm, Queer Cinema
Stichworte
Coming-of-age, Lesbisches Kino
Inhalt
Zwei Mädchen lernen sich in den Sommerferien kennen. Schwerelos-schöner Liebesfilm.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Mona (Nathalie Press) fühlt sich allein gelassen – von ihrem Vater, den sie nie kannte, ihrer Mutter, die an Krebs starb und von ihrem Bruder Phil (Paddy Considine), der im Gefängnis zu Gott gefunden hat. Früher war Phil ein Kleinkrimineller, dem das „Swan“ gehörte. Doch jetzt hat er den einzigen Pub des verschlafenen Nests inmitten der landschaftlichen Idylle Yorkshires in ein Gemeindezentrum verwandelt und die Spirituosen entsorgt. In ihrer Hilflosigkeit flüchtet die perspektivlose Mona vor den Moralpredigten ihres Bruders. Da reitet ihr die rebellische Tamsin (Emily Blunt) über den Weg. Sie stammt aus einem wohlhabenden Elternhaus und schmückt die zuhause vorherrschende, emotionale Kälte mit wilden Geschichten aus. Die jungen Mädchen stellen bald fest, dass ihr Seelen verwandt sind und es entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung zwischen ihnen. Die britische Schriftstellerin Helen Cross veröffentlichte mit „My Summer of Love“ ihren viel beachteten Debütroman. Der britische Regisseur Paul Pavlikovsky adaptierte ihn für die Leinwand und behielt den gemächlich aufbauenden, bedrohlichen Ton, der schon in der Vorlage an Peter Jacksons „Heavenly Creatures“ erinnerte, bei. Die anarchische Freiheit, das Ausbrechen aus den Konventionen und auch die Liebe selbst verharren bei ihm allerdings, bis auf wenige Ausnahmen, in der Theorie. Die beiden Hauptdarstellerinnen spielen ihre Rollen indes mit Leidenschaft und jugendlichem Elan. Auch Paddy Considine („In America“) als Bekehrter Schwerenöter überzeugt mit seiner eindringlichen Darbietung einmal mehr. Der Film indes ist, abgesehen von ein paar erinnerungswürdigen Bildern, wie eine Sommerliebe: schön, aber flüchtig.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb