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L.A. Crash
Crash

USA, BRD 2004

DVD 113min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
Regie
Paul Haggis
Drehbuch
Paul Haggis, Robert Moresco
Kamera
James M. Muro, Dana Gonzales
Musik
Paul Haggis, Mark Isham
Produzent
Don Cheadle, Paul Haggis
Schauspiel
Don Cheadle, William Fichtner, Michael Pena, Keith David, Sandra Bullock, Thandie Newton, Marina Sirtis, Matt Dillon, Ryan Phillippe, Brendan Fraser, Nona Gaye, Shaun Toub, Beverly Todd, Larenz Tate, Jennifer Esposito
Awards
Oscar: Bester Film
Oscar: Bestes Drehbuch (Original) für Paul Haggis, Robert Moresco
Genre
Drama, Thriller
Stichworte
Verbrechen
Inhalt
Leben in einer Megacity. Die Wege unterschiedlichster Menschen kreuzen sich. In den verschiedenen Situationen zeigt sich die innere Ambivalenz jedes einzelnen: Klischees werden aufgebaut nur um wieder gebrochen zu werden.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Am Anfang krachts, doch dieser Aufprall ist nur einer von vielen, die wir in 24 Stunden L.A. erleben. Die Welt von „L.A. Crash“ liegt abseits der Hochglanzkulisse Hollywoods. Hier geht es ums nackte Überleben in einer von Rassenhass geprägten Metropole. Dabei variiert Haggis den Fokus von ganz unten, bis in die Oberschicht, legt Opfer, wie Täter unter das Mikroskop und zeigt dabei, dass der Übergang meist fließend verläuft. Da sind die beiden Straßenkids Peter and Anthony, die sich mit Diebstählen und Überfällen über Wasser halten und ihr Handeln mit ihrer Diskriminierung in der Gesellschaft rechtfertigen, ohne zu begreifen, dass sie den allgemeinen Vorurteilen haargenau entsprechen. Der einfache, persische Ladenbesitzer Farhad hingegen ist jedem gegenüber misstrauisch und schaufelt sich so beinahe sein eigenes Grab. Das schwarze Produzentenpaar Cameron und Christine gerät an- und auseinander über eine Polizeikontrolle, bei der der verbitterte Cop Ryan handgreiflich wird. Sein junger, idealistischer Kollege Tom kann das Verhalten seines Vorgesetzten zunächst nicht ertragen, sieht sich aber bald mit seiner eigenen dunklen Seite konfrontiert. Und schließlich muss die verwöhnte, hysterische Jean feststellen, dass ihre einzige Freundin die puerto-ricanische Haushälterin ist. Sie alle bewegen sich durch den Kosmos ihrer eigenen Welt, die beeinflusst wird, von der des anderen. Raffiniert verwebt Haggis´ in seinem im Stile von „Magnolia“ inszenierten Regiedebüt die einzelnen Lebenswege und wirft einen atmosphärisch dichten und unbequem realistischen Blick hinter die Fassade der amerikanischen Großstädte.

2 Punkte von Lasmirandadensiewillja:
Leider kann ich mich der Überzeugung meines Vorgängers nicht anschliessen. Der Film zeichnet ein für Amerika typisches Bild vom Rassismus. Was durch die Stereotypencharaktere: Schwarzer Detektive, der sich um seine Mutter kümmert, weißer Cop der sich als mitfühlender Rassist darstellt(dieser stellt auch noch eine moralische Identifikationsfigur dar!),reicher weißer Politiker dem das Auto geklaut und dessen Frau die daraufhin paranoid wird. Naja alles schon mal gesehen. Da gibt es wirklich bessere Genrehighlights. Auch technisch stellt der Film keine besonderen Ansprüche. Alles im allem ein durchschnittlicher Hollywood schincken. Also wen man nicht gerne denkt und einer von diesen endlosen Stereotypencharakteren ist, die in einen ebenso Stereotypen Antiamerikanismus verfallen, dann ist dieser Film bestimmt ganz in Ordnung, aber sonst würde ich dafür echt kein Geld ausgeben. kurz: wer auf einen Film mit Hollywoodgrößen steht, kann getrost zulangen.

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