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Don't Come Knocking

USA, BRD 2005

DVD 122min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Wim Wenders
Drehbuch
Wim Wenders, Sam Shepard
Kamera
Franz Lustig
Musik
T-Bone Burnett
Produzent
Jeremy Thomas, Peter Schwartzkopff
Schauspiel
Sam Shepard, Tim Roth, Jessica Lange, Sarah Polley, Marley Shelton, Gabriel Mann, George Kennedy, Mike Butters, Eva Marie Saint, Fairuza Balk
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Inhalt
Mit einem ungewohnten Schuss Augenzwinkern machen sich Sam Packinpah und Wim Wenders auf eine Reise ins heutige Amerika des Westens. Ähnlich wie beim zeitgleich entstandenen Broken Flowers von Jarmusch steht die Suche eines in die Jahre gekommenen Mannes nach seinem Kind im Vordergrund.

Kommentare

4 Punkte von plug:
Mit Don't come knocking liefert Wim Wenders ein schönes Spätwerk seines Filmschaffens ab, dass sich um verlorene Träume im Alter des alternden Westerndarsteller und seine Familienzerfürfnisse dreht. Mit Eindringlicher Folk/Country - Musik aber auch elektronischen Klängen schafft Wenders ein tolles Kunstwerk, welches aber nicht genug gerafft und nicht wirklich stringent erzählt daher kommt. Fans werden den Film lieben, da er er Drama, Roadmovie und Groteske vereint. Normale Kinogänger, werden etwas gelangweillt sein und werden die langen, fast ruhigen Natureinstellungen und sehr langsame Montage eventuell störend empfinden. Wer aber Filme wie Paris, Texas mochte, der wird in Wembers Don't come knocking ein liebevolles Alterswerk mit Esprit und Charme entdecken. 20 Minuten weniger hätten dem Streifen dennoch gut getan, deswegen keine volle Punktzahl.

4 Punkte von Björn Siebert:
Die Zeiten in denen Wim Wenders eine stringente Geschichte erzählt scheinen vorbei. Nach dem schwachen "Land of Planty" und dem nervigen "Million Dollar Hotel" hatte man vermutet, dass sich Wenders nun mal wieder konzentrieren würde. Sein letzter Erfolg liegt nun schon so viele Jahre zurück, da hoffte man doch auf einen Befreiungsschlag. Auch bei "Don't come knocking" tut sich Wenders wieder schwer. Sein Geschichte über die Suche nach dem verlorenen Sohn nimmt sich viele Umwege heraus, biegt einigemale sogar in die Groteske ab, etwas, dass Wenders nun gar nicht beherrscht. Trotzdem ist dieser Film sehenswert weil er in seiner Zerissenheit einem Bild vom heutigen Amerika und seinem Protagonisten Sam "Lonesome Cowboy" Shepard sehr nahe kommt. Wenders will wahrscheinlich keine gradlinigen Geschichten erzählen, stolpert so aber immer wiedere über sich selber. Was bewundernswert ist, dass Wenders so viel Wert auf die Einheit von Zeit und Ort legt, alle Einstellungen sind bewußt gewählt, alle Setting scheinen von ihm persönlich ausgesucht. Kaum ein amerikanischer Filmemacher hat das Land und seine Landschaft in den letzten Jahren so genau seziert und kinematografisch eingefangen. Dafür ein Lob.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb