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Dear Wendy

Frankreich, Grossbritannien, Dänemark, BRD 2005

DVD 105min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
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Regie
Thomas Vinterberg
Drehbuch
Lars von Trier
Kamera
Anthony Dod Mantle
Musik
Benjamin Wallfisch
Produzent
Peter Aalbæk Jensen, Vibeke Windeløv
Schauspiel
Alison Pill, Jamie Bell, Thomas Bo Larsen, Bill Pullman, Michael Angarano, Mark Webber, Trevor Cooper, Chris Owen, Novella Nelson, Danso Gordon
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Coming-of-age, Gesellschaft
Inhalt

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Die Thematik mag abschrecken, der Plot und die Off-Monologe in denen ein Junge seine Liebe zu einer Waffe entdeckt spalten. Die Inszenierung und die Spannung machen "Dear Wendy" zu einem Trier-typisch bitteren, atmosphärisch dichten Seitenhieb auf amerikanische Waffenmoral – und damit absolut sehenswert!

1 Punkte von Björn Siebert:
Das Drehbuch von Lars von Trier ist ein Witz, die Schauspielleistungen sind grauselig, die Regie unterirdisch, die Story grob dies: In einem kleinen Kaff in Amerika versuchen waffenliebende Jugendliche eine schwarze durchgeknallte Mörderin mitsamt ihrem Bohnekaffee durch eine Meute von Polizisten zu ihrer Cousine zu geleiten. Alles endet im Kugelhagel. Der Platz sieht aus wie "von Triers" Theaterbühne aus Dogville nur mit mehr amerikanischen Flaggen, die Bauten sehen aus wie dänische Industriehallen (was sie auch waren), die Schauspieler sehen schlimmstenfalls ratlos aus. Waffenkritik? Bitte wo? Wenn dann ganz platt! Absoluter Trash, ohne Humor, ohne Verstand und nebenbei versuchen die zwei Dänen auch noch die letzten übriggebliebenen Mythen des Westernfilms zu töten. Als hätte Kevin Costner das ehrenwerte Grab des Westerngenre nicht schon genug besudelt.

1 Punkte von Xx.:
Dieser Film ist ein überambitioniertes Machwerk... beschissene Schauspieler... ein lächerliches Drehbuch... und ein Thomas Vinterberg zu dem mir kein passendes Attribut einfällt... Der Abend als ich mir diesen Film ansah war für mich wie Weihnachten... man hat vorher schon das riesige in goldenes Papier eingewickelte Geschenk gesehen... packt es aus... und findet... SOCKEN!!!!!

1 Punkte von Susanne Schulz:
Liebe Wendy, es ist nicht zu bezweifeln, dass du eine zauberhafte kleine Handfeuerwaffe bist, gut in der Hand liegst und eigentlich ohne Mühe selbstständig dein Ziel triffst, nur ist dieses ein recht zweifelhaftes und es wäre besser gewesen, Herr von Trier hätte dich einfach in diesem verrammschten Lädchen, wo du rumlagst, verstauben lassen. Leider hat er dann doch einige feuchtfröhliche Jungsträume an dich verschwendet und eine seltsam metaphorisch aufgeladene Geschichte geschrieben, die jegliche politische Korrektheit über Bord schmeißt, dies aber auf so dümmliche Weise tut, dass man sich im Kinosessel vor Peinlichkeit windet. Man hofft und fiebert wirklich, dass diese Gruppe Looser – Bandenname „Dandies“ - die er in einem Bergwerk ihre pazifistische Mantel-und Degenromantik mit Hilfe deiner Wenigkeit und anderer deiner Waffenbrüder und Schwestern ausleben lässt, doch noch irgendwann zu sich selbst findet – als Charaktere, als vorantreibende Kräfte dieses Filmes. Statt dessen bleibt es gleichbleibend langweilig. Schon die schwarze Kinderfrau deines Geliebten Dick (Jamie Bell) ist eine schlechte Kopie aus „Vom Winde verweht“ und deshalb vermutlich provokativ rassistisch in Szene gesetzt? Dann die sexistischen Schwärmereien des einzig weiblichen Mitglieds eures erlauchten Clubs, die von echten Männern monologisiert, sobald sie den hübschen schwarzen Hintern von Sebastian (Danso Gordon) sieht? Der ist ein Mörder und toller Schütze und deshalb potent? Nicht zu sprechen von dem unausweichlichen Showdown, der vermutlich eine sarkastische Anspielung auf ein weltberühmtes Spektakel, passiert an einer amerikanischen Highschool, sein soll? Oder nicht? Kannst du uns aufklären? Deine Schöpfer, die immer davon sprechen, dass sie ihre Kräfte bündeln, und somit mathematische Präzision (Trier) mit dem emotionalen Interesse am alltäglichen Leben (Vinterberg) verbinden wollten, lassen sich keine Kritik an irgendeiner Gesellschaft, oder der amerikanischen Gesellschaft im besonderen, nachsagen. Beide sind sie glücklich mit Coca Cola und Baseball im Fernsehen groß geworden, ließ Vinterberg verlauten. Und eigentlich ist Schießen eben auch was Tolles, so viel Macht in einer Hand. Gut, das das auch endlich mal jemand auf großer Leinwand thematisiert, denn in den verdammten Filmschulen sind ja Waffen im Bild nie zugelassen. Und auch keine Hunde, erzählt man sich. Kommt jetzt bald ein dänischer Kampfhundefilm ins Kino? Arbeitet Vinterberg seine unverarbeiteten Barrieren auf? Hat ihm Lars von Trier eine Gehirnwäsche verpasst? Bitte Wendy, schreibe bald, wir sind verzweifelt!

4 Punkte von anonym:
Wer schiesst sich bei Nacht durch Land und Wind? Es ist der Lars (von Trier) mit seinem Kind (Vinterberg). Vinterberg spielt Lars von Trier und verzapft schräge Amerika-Kritik. Ein Film über Waffenliebe und ungewollt über den mangelnden Sachverstand einiger dänischer Regisseure.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb