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Die Geisha
Memoirs of a Geisha

USA 2005

DVD 145min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
Regie
Rob Marshall
Drehbuch
Robin Swicord
Kamera
Dion Beebe
Musik
John Williams
Produzent
Steven Spielberg, Douglas Wick, Lucy Fisher, Roger Birnbaum
Literaturvorlage
Arthur Golden
Schauspiel
Ken Watanabe, Ted Levine, Michelle Yeoh, Koji Yakusho, Ziyi Zhang, Youki Kudoh, Li Gong, Barbara Harris, Cary-Hiroyuki Tagawa,  Mako, Kenneth Tsang, Eugenia Yuan, Michael Totten, Suzuka Ohgo, Shizuko Hoshi, Albert Lee
Genre
Liebesfilm, Komödie
Stichworte
Romantische Komödie

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Man mag dem Epos über das entbehrungsreiche Leben einer Geisha in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts vorwerfen, dass er vornehmlich ohne chinesische Darsteller auskommt (die meisten von ihnen sind aus Hongkong oder Japan), dass fast ausschließlich im Studio entstanden ist und von einem westlichen Regisseur, Rob Marshall ("Casino") inszeniert wurde. Aber das schmälert nichts am Unterhaltungswert der mitreißenden Geschichte, nichts an den hervorragenden Schauspielerleistungen von Größen, wie etwa Gong Li. "Die Geisha" ist Hollywoodkino, kein Zweifel. Aber von höchstem Format. Steven Spielberg, der zunächst für das Projekt im Gespräch war, aber letztendlich doch nur produzierte, hätte es kaum besser machen können.

2 Punkte von T- Bone Steak:
Ja, DIE GEISHA schwelgt in üppigen Farben und großen Bildern. Jede Einstellung ein Knaller. Alles ist teuer und das soll man auch sehen. Rob Marshall führt seine Bilder vor, wie ein Neureicher seinen Luxuswagen. Das ist hohler Perfektionismus. Die „schönen Bilder“ in ihrer endlosen Aufeinanderfolge bedrängen und ersticken sich gegenseitig. Ästhetischer Bombast, der das Gegenteil von dem ist, was er eigentlich sein will: Stilvoll nämlich. 145 Minuten optischer Sahnekuchen. Doch das schmeckt eben nicht, sondern tötet die Geschmacksnerven. Dazu passt eben auch sehr gut, dass entscheidende Hauptrollen mit chinesischen (okay: Hongkong-) Frauen besetzt wurden. Gong Li, Michelle Yeoh und Ziyi Zhang sind tatsächlich atemberaubend schöne, sehr präsente Schauspielerinnen- aber eben keine japanischen. Vielleicht ist dem Regie- Marshall dieser kleine, aber feine Unterschied in der Physiognomie nicht aufgefallen. Muss man nicht gleich rassistisch, oder- gedenk der komplizierten japanisch- chinesischen Geschichte- als politisch unkorrekt empfinden: Es ist einfach nur von symptomatischer Plumpheit.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb