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Der Exorzismus von Emily Rose
The Exorcism of Emily Rose

USA 2005

DVD 119min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Horror

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Türkisch   
Regie
Scott Derrickson
Drehbuch
Scott Derrickson, Paul Harris Boardman
Kamera
Tom Stern
Musik
Christopher Young
Produzent
Tom Rosenberg, Gary Lucchesi, Paul Harris Boardman
Schauspiel
Tom Wilkinson, Laura Linney, Colm Feore, Henry Czerny, Jennifer Carpenter, Shohreh Aghdashloo, Campbell Scott, Mary Beth Hurt, Joshua Close, Kenneth Welsh, Iris Graham
Genre
Drama, Horror, Thriller
Inhalt
Dieser Exorzismusstreifen wandelt mit typisch moderner MTV-Ästhetik auf ausgetrampelten Pfaden. Schnelle Schnitte, Action und wirre Kameraperspektiven zerstören den letzten Rest an Spannung.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Jahrhundertealt und trotzdem noch gängige Praxis: die Teufelsaustreibung mit der die Kirche im Mittelalter das abergläubische Volk beim Glauben hielt, findet auch heute noch Anwendung. Zum Beispiel im Fall der jungen Studentin Emily Rose (Jennifer Carpenter). Wochenlanger Verzicht auf Essen und eine scheinbare Epilepsie kosteten ihr schließlich das Leben. Oder war doch alles ganz anders und Emily vom Teufel besessen? Die bodenständige, aufstrebende Anwältin Erin Brunner (Laura Linney) vertritt den ehrenwerten Pater Richard Moore (Tom Wilkinson), der Emily empfohlen haben soll, die Medikamente abzusetzen, um einen Exorzismus an ihr durchzuführen. Erins Strategie ist es zunächst, die Argumente der Gegenseite zu entkräften, doch je mehr sie hört und schließlich auch sieht, desto mehr beginnt auch sie an teuflische Mächte zu glauben. Mit dem Klassiker zum Vorbild und auf die gesunde Skepsis der gottgläubigen amerikanischen Bevölkerung vertrauend, streut Autor und Regisseur Scott Derickson („Hellraiser: Inferno“) Zweifel und Schrecken unter die Kinogänger. In den Staaten ging diese Rechnung auf und „Der Exorzismus der Emily Rose“ entwickelte sich zum Überraschungshit des Kinosommers. Ob sich das hierzulande wiederholen lässt, dürfte fraglich sein, zumal der Film fortwährend zwischen Gerichtsdrama, Horror und Psychothriller pendelt und dem Zuschauer, trotz der immer wieder eingestreuten wissenschaftlichen Alternativtheorien, die eigene Entscheidungsfreiheit nimmt. Trotzdem bleibt’s bis zum Schluss spannend, nicht zuletzt durch die hervorragenden Hauptdarsteller und eine wirklich intensive Leistung der jungen Jennifer Carpenter.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb