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Spanien 2006

DVD, BLU 121min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
DVD:, Deutsch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Spanisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Spanisch   
Regie
Pedro Almodovar
Drehbuch
Pedro Almodovar
Kamera
José Luis Alcaine
Musik
Alberto Iglesias
Produzent
Agustín Almodóvar, Esther García
Schauspiel
Penelope Cruz, Agustín Almodóvar, Blanca Portillo, Lola Duenas, Carmen Maura, Chus Lampreave, Anna Magnani, Pepa Aniorte, Yohana Cobo, Leandro Rivera
Awards
Cannes: Beste Schauspielerin für Yohana Cobo, Penelope Cruz, Lola Duenas, Chus Lampreave, Carmen Maura, Blanca Portillo
Cannes: Bestes Drehbuch für Pedro Almodóvar (Pedro Almodovar)
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Inzest
Inhalt
Der Geist von Raimundas (Penelope Cruz) und Soles (Lola Duenas) längst verstorbenen Mutter Irene (Carmen Maura) ist zurück gekehrt. Vermutlich sind Raimundas toter Ehemann, der in der Kühltruhe eines geschlossenen Restaurants liegt und ein Familiengeheimnis der Grund für die mysteriöse Situation. Diese führt die Frauen weit zurück in ihre Vergangenheit, zurück in ihr Heimatdorf, nach La Mancha. Almodovars Komödie über drei Generationen von Frauen, deren Überleben, deren Güte und grenzenlose Lebenskraft wurde beim Filmfestival Cannes, 2006 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Kommentare

5 Punkte von Inti:
Wunderbarer Alodovar-Film über das Schicksal, die Familie und die Macht der Liebe. Die junge Raimunda (Cruz) lebt mit ihrem antriebslosem und gewalttätigen Mann und ihrer 14jährigen Tochter in einem heruntergekommenen Madrider Viertel. Der Tod ihrer Tante Paula bringt ihr Leben und das ihrer Schwester völlig durcheinander. Wie konnte sich die demente und blinde Frau überhaupt so lange allein wohnend versorgen? Spielte vielleicht der Geist der toten Mutter der Schwestern eine Rolle? Während Raimunda versucht ein brachliegendes Restaurant auf Vordermann zu bringen und den Tod ihres Ehemannes zu vertuschen, erscheint ihrer Schwester der Geist der Mutter und bittet um Versöhnung und Wiedergutmachung alter Schmerzen. Wunderschön, poetisch und fantasievoll, mit einem hervorragenden Ensemble ausgestattet entführt uns der Regisseur in das Leben außergewöhnlicher Frauen, die ihr Leben selbst in die hand nehmen, auch wenn es eigentlich schon vorbei ist. Ein echter Tipp. ohne überzogenen Kitsch!

5 Punkte von Liv:
Mann, diese Penelope Cruz macht einen fertig. Klar, sie ist quasi ein Abziehbild einer feurigen-spanischen Frau samt weiblicher Kurven und Schmollmund. Aber das ist sie in Perfektion. Nun gut - nun zum Film. Almodovar hat durch die geschickte Kontrastierung der starken weiblichen Protagonistinnen und der kargen Umwelt eine spannungsreiche Konstellation erschaffen, in deren Kontext er die intensiven Gefühle von Leben, Liebe und Tod (richtig - es ist ja auch ein Almodovar-Film) platziert. Ein sehenswerter Film der bei entsprechend melancholischer Ader ein druchaus starkes Sentiment erzeugen kann. Und das ist es doch schließlich, wonach wir uns sehnen.

3 Punkte von Björn Siebert:
Tja, Almodovar wieder, sein letzter Film noch gefeierter als der gefeierte davor der vor dem letzten gefeierten Film kräftig gefeiert wurde. Gefühlskino ohne Kitsch, und wieder schafft er es ohne Männerrolle (Almodovar ist eigentlich eine Frau!!!) einen Film zu drehen. Almodovar, der Mann der die großen Rollen für Frauen schreibt. Alles Komplimente bis dahin, auch seine Regiearbeit ist wieder schön anzuschauen, aber verheimlichen darf man nicht, dass dieses Gefühlsmärchen jeglicher Realität entbehrt. Der schafft es doch allen ernstes Vatermord, Inzucht und unheilbare Krankheiten zu thematisieren, ohne das irgendjemand von den Darstellerinnen ihre "Haltung" verliert. Geht das eigentlich? Wie sieht denn ein Mädchen zwei Tage später aus, nachdem ihr Vater sie versucht hat zu vergewaltigen und nun tot in einer Kühlbox liegt? Friede, Freude, Eierkuchen. Almodovar schämt sich nicht diese Bilder genauso zu inszenieren, wie das fröhliche Gemüseschneiden mit Dekolleté von Penelope. Am Ende heißt es wieder, dass Almodovar Geschichten und Charaktere erschaffen hat die nah am Leben sind. Absoluter Bullshit, dass einzige was hier nicht kunterbunter Spanienpop ist sind die übertriebenen Graffitiwände. Wer natürlich einfach mal heulen möchte, kann das hier tun, aber dafür gibts eigentlich auch "Casablanca" und "Gone with the Wind", sowie unzählige andere Almodovar Schinken. Mittelmäßig, aber hochgefeiert.

1 Punkte von mrs.hippie:
entgegen allen 5-punkte-kommentaren muss ich dieser 90-minütigen qual 1 punkt geben. die protagonistinnen übertreffen sich in ihrer schlechtheit (penelope schafft es nich mal die treppe hochzugehen, ohne dabei gekünstelt zu wirken). die geschichte mit der als geist-erscheinenden mutter führt den zuschauer bis kurz vor ende ziemlich hinters licht, als er erfährt, dass sie nie tot war, sondern bloß als brandlegerin heimlich verschwand und nun zurückgekehrt ist um sich mit ihren beiden töchtern zu versöhnen. es ist mir unbegreiflich, was an diesem film überhaupt mehr als 2 punkte wert ist, es fehlt auch den drei anderen (natürlich weiblichen) hauptdarstellern an ausstrahlung und wenigstens mittelmäßigem schaupsielerischem talent. es fehlt jegliche spannung und man versteht von anfang bis ende des filmes nicht, was almodovar dem zuschauer nun eigentlich vermitteln möchte. insgesamt kann ich bloß sagen, dass story, darsteller, bilder und selbst kostüme unecht und ungekonnt wirken. nicht ausleihen!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb