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Der ewige Gärtner
The Constant Gardener

Grossbritannien, BRD 2005

DVD 129min

Standort

WestEnd Polit-Thriller

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Fernando Meirelles
Drehbuch
Jeffrey Caine
Kamera
César Charlone
Musik
Alberto Iglesias
Produzent
Robert Jones, Simon Channing-Williams
Literaturvorlage
John le Carré
Schauspiel
Ralph Fiennes, Bill Nighy, Rachel Weisz, Danny Huston, Pete Postlethwaite, Archie Panjabi, Richard McCabe, Gerard McSorley, Jeffrey Caine, Teresa Harder, Rupert Simonian, Hubert Kounde, Juliet Aubrey
Awards
Oscar: Beste Nebendarstellerin für Rachel Weisz
Genre
Drama, Thriller
Stichworte
Politthriller
Inhalt
Umständlich geschnittener doch inhaltlich reichlich gewöhnlicher Politthriller (oder Paranoia-Thriller) um illegale Machenschaften der Pharmaindustrie in Afrika. Regisseur Meirelles kann es doch so viel besser (Siehe: City of God).

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Fernando Mereilles ("City of God") verlegte die Slums von Südamerika nach Afrika und drehte einen hochpolitischen Film, der der Vorlage von John Le Carré zwar nicht vollends gerecht wird, aber doch in hohem, der filmischen Umsetzung angepassten Maße. Ralph Fiennes spielt den trauernden, erinnernden Ehemann, dem durch den Tod seiner Frau – kämpferisch, lebensbejaend gespielt von Rachel Weisz – die Augen geöffnet werden. Tragisch und von einer allgegenwärtigen Traurigkeit, gelingt es dem Film dennoch, nicht zum Depressionsstück zu verkommen, auch wenn einem die komplexen Ereignisse manchmal über den Kopf zu wachsen drohen.

4 Punkte von anonym:
Ohne Ralph Fiennes in der Hauptrolle eher nur 3 Punkte wert. Interessant ist der Weg der Geschichte, in der der Witwer zu nächst aus Eifersucht zu ergründen versucht, was hinter dem Tod seiner großen Liebe steckt und dann nach und nach einen Komplott eines multinationalen Pharmakonzerns aufdeckt, der die afrikanische Slumbevölkerung unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe zu billigen Versuchskaninchen für seine dubiosen Anti-AIDS-Medikamente macht.

4 Punkte von Andre Herrn:
Filme über Ungerechtigkeit und Verzweiflung in Afrika stellen oft eine schwierige Gradwanderung dar. Angesichts des offensichtlichen Leids vermitteln einige Filme ein Bild der Resignation. "Der ewige Gärtner" schafft es jedoch die Zerissenheit des Kontinents gut einzufangen. Tessa (Rachel Weisz) die den Kampf gegen die Verbrechen ausländischer Konzerne führt, wirkt glaubhaft, ohne belehrend zu wirken. Ihr Ehemann Justin (Ralph Fiennes) verkörpert den wissenden doch anfangs schweigenden Botschafter, der die ihn umgebende Ungerechtigkeit nicht sehen will. Er arbeitet für eine westliche Regierung deren Untätigkeit ebenfalls angeprangert wird. Der 'Rachefeldzug' nach dem Tod Justin´s Frau wirkt glaubhaft und endet so, dass man an positive Veränderungen in Afrika noch glauben kann.

3 Punkte von Liv:
Der Film hat eine literarische Vorlage und zwar John Le Carré - ein Schriftsteller von Format. Die filmische Adaption weist dem gegenüber einige Schwächen auf. Die Hauptfigur des `Gärtners´ bleibt ziemlich eindimensional, der innere Konflikt ist ziemlich schlecht herausgearbeitet. Inszenatorisch schon sehenswert, Meirelles nutzt die rauhe Videoästhetik, um dem Film Realitätsnähe beizubringen. Insgesamt geht ´Der ewige Gärtner´ schon in Ordnung, was, wie gesagt vor allem der Inszenierung Meirelles, und weniger dem Drehbuch zuzuschreiben ist.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb