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Goldene Zeiten

BRD 2006

DVD 129min

Standort

WestEnd Komödie - deutsch

Sprachen
Deutsch   
Regie
Peter Thorwarth
Drehbuch
Peter Thorwarth, Alexander M. Rümelin
Kamera
Jan Fehse
Produzent
Christian Becker, Benjamin Herrmann
Schauspiel
Wotan Wilke Möhring, Ludger Pistor, Gedeon Burkhard, Ralf Richter, Alexandra Neldel, Walter Gontermann, Christian Kahrmann, Wolf Roth, Dirk Benedict, Hans Martin Stier, Uwe Fellensiek
Genre
Komödie
Inhalt
Peter Thorwarth schlägt nach "Bang Boom Bang" und anderen Ruhrpott-Komödien wieder zu. Diesmal kreist alles um ein schlecht organisiertes Golftunier. Natürlich wieder aus Nordrhein-Westfalen, natürlich wieder voll prollig. Mit Dirk Benedict als Dirk Benedict (Vom A-Team).

Kommentare

4 Punkte von Björn Siebert:
Ein Golfturnier als Wohltätigkeitsveranstaltung in der rheinländischen Provinz wird für die Beteiligten zum absoluten Desaster, der Präsident hat die Pacht nicht bezahlt, weswegen Bauer "Buschschulte" nun den Golfplatz umpflügt, der eingeflogene Star "Dirk Benedict" vom A-Team (gespielt von Dirk Benedict) ist ein Hochstapler, sowie Nutten, Crack und die Russenmafia machen dem überforderten Organisator kräftig zu schaffen. Am Ende weiß keiner mehr wie viel Geld veruntreut wurde und schlimmer noch wie viele Menschen ihr Leben durch dieses Golfturnier verloren haben, Bauer Buschschulte habe ich mir merken können wurde mit Kopfschuss in seinem Traktor hingerichtet. Wer Bang Boom Bang mochte wird auch diesen Film mögen, denn Peter Thorwarth macht dort weiter wo er aufgehört hat, "Goldene Zeiten" also für Proll-Sprüche und tiefergelegte Autos, Frauen als chirurgischer Totalschaden und asoziale Golfspieler. Das ist immer witzig, zwischenzeitlich charmant aber oft auch heftig übertrieben. Trotzdem gibt's für diese deutsche Komödie mal 4 Punkte, auch wegen den großartigen Sprüchen: "Passt der BH?", "Ein bisschen zu groß" "Da wächst du schon noch rein, rate mal was der Weihnachtsmann bringt". So stell ich mir seit Jahren ja das Rheinland vor. Nur Karneval im Kopf.

3 Punkte von anonym:
Nur blöd wenn Unna gar nicht im Rheinland liegt sondern in Westfalen... Der Film ist nett, aber gemessen an Bang Boom Bang einfach zu flach. Gerade wegen der vielen absurden Morde. Da kann auch Dirk Benedict als "John Striker" nix mehr retten, auch wenn es schön war, ihn mal wieder auf der Leinwand zu sehen.

4 Punkte von Björn Siebret:
Die Westfalen sind halt auch nicht besser. Gemeinsames Bundesland. Gemeinsam Karneval. Aber vielen Dank für den Hinweis.

4 Punkte von Susanne Schulz:
Es ist nicht auszumachen ob man sich auf der sicheren Seite wähnen kann, wenn man diesen Film hinter sich hat. Die sichere Seite wäre vielleicht, den Vorstadtsiedlungen der Eltern, mit ihren soliden Autos, Flechtkränzen und gepolsterten Gartenmöbeln entkommen zu sein. Nicht wie Ingo (Wotan Wilke Möhring), genau dort wieder zu wohnen. Weil ein bisschen was schief lief mit der New Economy und es mit dem Eventmanagement nicht viel besser geht. Weil man irgendwann Anwärter war auf das, was man gehobenen Mittelstand nennt, der in Unna nicht viel anders stolz auf seinen neuen Golfclub ist, als in anderen großen bis mittleren Kreisstädten. Die Besetzung des grünen Rasens ist durchschnittlich: falsche Lippen (die Frau des Präsidenten), falsches Blond (der Vorstand), vieles teuer aber geschmacklos (goldene Wasserhähne), Lederhautbräune (alle), Geld, das nicht wirklich da ist (die Pacht für den Platz ist nicht bezahlt) und Ingo - einer der wieder auf die Beine will. Er riskiert viel und engagiert für das Golfevent des Jahres nicht Douglas Burnett (Dirk Benedict) alias John Striker, einen drittklassigen Hollywoodstar, sondern seinen alten Bekannten Dieter, der ein Leben auf diese Rolle gewartet hat: es allen endlich mal zu zeigen. Der Rest der Geschichte ist Action und Unterhaltung und streckenweise etwas vorhersehbar – die Fernsehserie als Stilmittel. Was auf tragische Weise fesselnd bleibt, ist der fehlende intellektuelle Filter. Regisseur Peter Thorwarth zeigt keine schöngefilmte Melancholie, keine tiefgründige Verzweiflung. Man muss es aussitzen. Da ist das Sternchen aus der Vorabendserie, Alexandra Neldel, die das One-Hit-Wunder Melanie gibt, das nach ihrem glamourösen Auftritt im Playboy unsanft auf der ehemaligen Gartenbank ihrer geschiedenen Eltern landet. Ingo ist sie schon in der Schule aufgefallen und warum nicht mit ihr...? Was auch immer! Er wird irgendwann wieder mit dem Arsch an die Wand kommen und das zu denken zählt. Was soll auch groß noch kommen? You can run, but you can´t hide.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb