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Requiem

BRD 2006

DVD 93min

Standort

WestEnd Drama - deutsch

Sprachen
Deutsch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Hans-Christian Schmid
Drehbuch
Bernd Lange
Kamera
Bogumil Godfrejów
Produzent
Hans-Christian Schmid
Schauspiel
Burghart Klaußner, Sandra Hüller, Imogen Kogge, Eva Loebau, Jens Harzer, Walter Schmidinger, Anna Blomeier, Nicholas Reinke
Awards
Berlinale: Silberner Bär für Sandra Hüller
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Thriller, Drama
Inhalt
Anfang der 70er Jahre. Die junge Michaela Klingler verlässt ihr streng katholisches Elternhaus, um ein Studium zu beginnen. Glücklich genießt sie die ersten Schritte in der neuen Freiheit. Doch Michaela wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Sie hat immer öfter mit Wahnvorstellungen zu kämpfen, hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Schließlich begibt sich Michaela in die Obhut eines jungen Priesters und stimmt einem Exorzismus zu... Sandra Hüller wurde auf den 56. Internationalen Filmfestspielen Berlin als Beste Darstellerin mit dem SILBERNEN BÄREN ausgezeichnet. (X-Verleih)

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Ein prinzipiell sehr guter Film. Inszenatorisch stringent, ästhetisch reizvoll und schauspielerisch großartig. Einzig ein wenig irritierend, dass man wissen muss, dass epileptische Anfälle auch mit Halluzinationen einhergehen, denn sonst erscheint in der Annahme einer Schizophrenie die dargestellte Krankheitsgeschichte unplausibel. ´Requiem´ ist sicherlich kein Film von epischem und eternalem Status, aber gehört zweifellos zu der edlen Kategorie der Filme, die einen durch eine rege innere und äußere Diskussion die Welt ein bisschen verständlicher machen.

4 Punkte von Björn Siebert:
Der Film hört eigentlich dort auf, wo andere Filme über Exorzismus erst beginnen, dass aber auch zurecht denn wie soll man nach "Der Exorzist" jemals wieder ernsthaft einen Exorzismus verfilmen? Über diese Unmöglichkeit war sich Schmid vollkommen im Bilde, ist er doch ein cleverer Bursche und so beschreibt er also lieber ausgiebig die Krankheitsgeschichte seiner Protagonistin und erzählt wie es erst zu dutzenden Exorzismen kommen konnte. Den zunehmenden Wahn spielt Sandra Hüller ausgezeichnet und der junge Priester war neben dem Vater eine erstklassige Schauspielerwahl. Der Soundtrack ist höllisch genial! Mit Musik aus den Untiefen der 70er als Progressivrock Bands noch Namen wie "Zarathrustra"oder "Light of Darkness" hatten und in ihren Songs minutenlange, volldämliche Orgelsoli einbauten. 2004 gründet Hans-Christian Schmid seine Produktionsfirma 23/5. „Requiem“ ist der erste Kinofilm der neuen Firma. Ein feiner Film ist das.

5 Punkte von the von Stücks:
Nach "Emily Rose" wollte ich mir die deutsche Umsetzung des offenbar wieder sehr aktuellen Themas "Exorzimus und religiöser Wahn" ansehen, überzeugt davon, dass sich die beiden Filme in ihrer Struktur sehr ähneln. Das Gegenteil war der Fall und ich überaus überrascht. "Requiem" ist ein sehr luzides Werk, das sich bemüht, die Hintergründe zur Entstehung einer religiösen Psychose (hier induziert durch Epilepsie) auszuleuchten. Die schauspielerische Leistung von Sandra Hüller ist beeindruckend und mitreißend, sie stellt innere Zwänge, Gehetztheit, Zweifel, Ehrgeiz und Fremdheit vor sich selbst so gut und intim dar, dass man ganz erschöpft und matt zurückbleibt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb