Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Good Night, and Good Luck.

USA 2005

DVD 93min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
George Clooney
Drehbuch
George Clooney
Kamera
Robert Elswit
Produzent
Grant Heslov
Schauspiel
George Clooney, Patricia Clarkson, Robert Downey Jr., Thomas McCarthy, Glenn Morshower, Jeff Daniels, David Strathairn, Frank Langella, Alex Borstein, Robert John Burke, Ray Wise, Rose Abdoo, Peter Martin
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Schwarz-Weiss, Journalismus, Politik
Inhalt
Senator Joseph McCarthy startet 1953 mit dem Senatsausschuss für unamerikanische Umtriebe eine landesweite Jagd nach vermeintlichen Kommunisten. In Schauprozessen wird angeklagt, Existenzen zerstört. Auch in den TV-Stationen breitet sich die Angst aus. Doch Edward R. Murrow (David Strathairn) fragt nach: Unter dem Motto "Fakten statt Mutmaßungen" berichtet er in seiner Sendung "See it Now" und gerät selbst ins Visier von McCarthy. Authentisches Stimmungsbild der 50er Jahre in den USA.

Kommentare

4 Punkte von plug:
Good night and good luck ist George Clooneys Regiebeitrag, um die "Kommunistenverfolgung" der McCarthy-Ära aufzuarbeiten. In den prüden USA fand der Filmstoff natürlich nur einen Independent Vertrieb und hierzulande wurde der Film hochgelobt, zog aber eher wenig Zuschauer in die kleinen Programmkinos. Der Film spiegelt den Arbeitsalltag einer Fernsehredaktion wieder, die sich, trotz immer stärkerer Bedrohung, der Opferperspektive der Kommunistenprozesse widmet und Fragen stellt. Unbequeme, und das bekommen die Redakteure früh genug zu verstehen sind, im antikommunistischen Nachkriegsamerika nicht erwünscht. Politik und Presse sind, untrennbar verbunden im Land of the Free. Der Streifen ist ein schwarz-weißes Kammerspiel und Kleinod, fokkusssiert auf den Moderator. Er bleibt recht nah an den Figuren und ist relativ kurz (90min). Das ist gleichzeitig auch die Kritik, denn man hätte sich, wie unlängst bei Syriana, etwas mehr Mut gewünscht das Geschehene aufzudecken. Ein bißchen tiefer graben und mehr Querverbindungen zu den Nebendarstellern und deren Motive wären wünschenswert gewesen. Kleiner, feiner Film für Connaisseure.

2 Punkte von strauchdiebin:
Wenn man den Film verstehen will, sollte man sich unbedingt das Interview von George Cloney mit einer schüchternen italienischen TV Journalistin ansehen. Er reflektiert über Politik, bekundet seinen Respekt vor der investigativen Kraft der Medien. Sympathisch, eloquent… Sein Vater sei ja auch Journalist gewesen, er, George, sei in Aufnahmestudios groß geworden. Und dann begreift man, dass der Sinn von „Good night and good luck“ wohl nicht zuallerletzt darin besteht, dass der Meister der leichten Muße und Beau vom Dienst, seinem honorigen Daddy zeigen wollte, dass er doch auch was Richtiges kann. Dass er auch ernstzunehmen ist. Für den Zuschauer hält diese Form der Selbstbestätigung ästhetische Bilder um einen heute fraglos aktuellen aber einfallslos und eher ermüdend inszenierten Plott parat. Das Interview endet, nachdem Mr Cloney den politisierten Weltbürger, der sich klar auf der richtigen Seite positioniert, geben durfte mit einer von der Italienerin schüchtern hervorgebrachten Frage. „Unsere Zuschauerinnen fragen sich… Wie sieht denn nun eigentlich ihre Traumfrau aus?“ Für einen Moment hält George inne. Doch dann tut er was er tun muß, ganz Profi und beantwortet die Frage nonchalant, nur ein wenig resigniert. Er kann sich auf den Kopf stellen, er ist eben doch in erster Linie schön.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb