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Der Gehetzte der Sierra Madre
La Resa dei conti

Italien, Spanien 1966

DVD 80min

Standort

WestEnd Western

Sprachen
Deutsch, Italienisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
Regie
Sergio Sollima
Drehbuch
Sergio Donati, Franco Solinas, Sergio Sollima
Kamera
Carlo Carlini
Musik
Ennio Morricone, Ludwig van Beethoven
Produzent
Alberto Grimaldi
Schauspiel
Walter Barnes, Lee Van Cleef, Tomas Milian, Benito Stefanelli, Lorenzo Robledo, Luis Barboo, Fernando Sánchez Polack, Antonio Casas, Roberto Camardiel, Nello Pazzafini
Empfohlen von
skies&clouds, Martin, Mitarbeiter
Genre
Western
Inhalt
Western von Italo-Film-Legende Sergio "der andere Sergio" Sollima. Mit Lee van Cleef ("The Bad" von "The Good, the Bad and the Ugly") und Tomas Milian. Eine der Großtaten im Italo-Western.

Kommentare

5 Punkte von Stefan Senf:
In den Hitlisten der besten Italo-Western, die je gedreht wurden, findet sich Sergio Sollimas Erstling regelmäßig ganz oben, gleich nach den Werken eines anderen Sergio - Leone. Und dieser Einschätzung kann man nur zustimmen: "Der Gehetzte der Sierra Madre" hat nicht nur das, was gute, sauber gemachte Filme besitzen - er hat auch das gewisse Etwas, das so schwer zu erlangen ist. Einen nicht unbeträchtlichen Anteil dürfte die grandiose Besetzung haben: Lee Van Cleef greift seine Rolle aus "Für ein paar Dollar mehr" nicht auf, er bricht sie auf ironische Weise - und hat in Tomas Milian einen überwältigenden Gegenpart. Kraftvolle Ruhe gegen explosive Wildheit - eine Mischung, die auch den Film an sich auszeichnet; den spannenden und augenzwinkernden Szenen sind poetische gegenübergestellt, aus deren Dialogen manch Weisheit blinzelt. Gekrönt wird das Meisterwerk durch die wunderbare Musik von Ennio Morricone, der selten eine so wunderschöne Titelmelodie schrieb und sich ansonsten von seiner fast komischen Seite zeigt. Glücklicherweise kann man den Film auf DVD ungekürzt geniessen - man kann sich allerdings streiten, ob man nicht doch die sterile Neusynchronisation hätte nehmen sollen statt der nur unwesentlich besseren, aber drastisch verstümmelten Kinofassung; zumindest kann man so verfolgen, welche Gewalt dem Film in Deutschland früher angetan wurde und so die schönsten Szenen (ja, gerade sie sind fast alle aus dem Film geflogen) vielleicht doppelt geniessen. Jedem, der auch nur den leisesten Hauch von Abenteuerlust in sich verspürt, sei "La resa dei conti" (wörtlich und zweideutig: Die Abrechnung) ans Herz gelegt. So sehen vitale, kraftvolle und brillante Filme aus ohne intellektuelle Kopflastigkeit, aber mit Intellekt.

4 Punkte von Björn Siebert:
Für mich Sollimas bester Western, nicht so politisch vollgedröhnt wie "Von Angesicht zu Angesicht", aber auch nicht so leicht verdaulich wie "Lauf um dein Leben". Großes Plus: Lee van Cleef und Tomas Milian sind ein Traumgespann, die Sympathien gerecht verteilt und somit fiebert man bei den Duellen beider immer selsam hergerissen mit. Das Finale ist großartig böse und erinnert ein wenig an Sergio Leones "The Good, the Bad and the Ugly". Wobei man sagen muß, nur von der Intensität, denn Sergio Sollima ist keine Epigone, seine Italowesternbeiträge atmen ihre eigene Luft.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb