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Borat
Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan

USA 2006

DVD, BLU 84min

Standort

WestEnd Komödie - Hollywood

Sprachen
DVD:, Deutsch, Englisch, Russisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Italienisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Englisch, Türkisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Türkisch   
Regie
Larry Charles (I)
Drehbuch
Sacha Baron Cohen, Todd Phillips, Peter Baynham
Kamera
Anthony Hardwick, Luke Geissbuhler
Musik
Erran Baron Cohen
Produzent
Jay Roach
Schauspiel
Sacha Baron Cohen, Arnold Schwarzenegger, David Hasselhoff, Ken Davitian, Pamela Anderson
Genre
Komödie
Inhalt
Der englische Komiker Sacha Baron Cohen spielt einen homophoben, antisemitischen Komiker aus Kasachstan, der Amerika auf der Suche nach Pamela Anderson durchquert. Einige Szenen, speziell die real-dokumentarischen beim Rodeo und der Nackt-Kampf mit seinem Produzenten, sind wirklich köstlich, im ganzen wirkt der Film jedoch etwas unentschlossen.

Kommentare

4 Punkte von plug:
Die Feuilletons überschlugen sich mit Borat Berichten. Soll man da überhaupt reingehen, wenn ein Ostmitteleuropäisches Land durch den Kakao gezogen wird und schon alle Szenen bei youtube zu finden sind? Oder ist es besser das an sich vorbei ziehen zu lassen. Doch halt, da war doch noch die unterschwellige US-Kritik des bekenenden Minderheitenfans und Juden Baron Cohen, der hier in seiner Paraderolle Borat eine Tour de Farce durch Amerika antritt. Wer die lustigsten Szenen noch nicht auf dem PC hat, dem sei diese teilweise recht makabere Lachattacke ans Herz gelegt. Aber diejenigen, die breite Kritik der amerikanischen Gesellschaft erwarten, werden etwas enttäuscht sein. Zu gestellt und fingiert sind die Interview-Szenen, zu wenig spontan, wie die Ali G TV-Show es noch teilweise schaffte. Mehr als irritieren und unterhalten kann Borat nicht, aber dennoch ist es schönzu sehen, dass im satirischen Gewand noch seichte Gesellschaftskritik möglich scheint.

4 Punkte von Lars Tuncay:
Jagshemash! Borat Sagdiyev ist ein kasachischer Fernsehmoderator auf wichtiger Mission: begleitet von seinem Produzenten Azamat Bagatov will er den Amerikanern seine Heimat näher bringen. Der kulturelle Austausch scheitert aber ein ums andere Mal an den gesellschaftlichen Unterschieden und irgendwann ist Borat der Auftrag völlig egal, und er will nur noch nach Kalifornien, um seine große Liebe Pamela Anderson zu heiraten. Die Figur Borat entstammt dem Hirn Sascha Baron Cohens, der es bereist als „Ali G.“ auf eine TV-Show und einen Kinofilm gebracht hat. Nun lässt er mit Borat ein weiteres Alter Ego auf die amerikanische Bevölkerung los. Seine zwischen cleverer Gesellschaftsanalyse und plumper Geschmacklosigkeit chargierende Fake-Doku ist am besten, wenn selbst Borat die Worte fehlen: beim Besuch einer fanatisch christlichen Gruppe zum Beispiel, oder beim Rodeoreiten, wo ein Texas-Ranger keinen Hehl aus seinem offensiven Rassismus macht. Lässt man sich auf „Borat“ ein, muss man aber auch mit Nackt-Wrestling, öffentlichem Urinieren und Onanieren und allerlei anderen Geschmacklosigkeiten rechnen. Wer allerdings weiß, dass sein Schöpfer eigentlich ein gediegener Gentleman aus Cambridge ist, der sieht vielleicht hinter die Fassade des lauten, anzüglichen Sextouristen, den Cohen hier darstellt. Alle, die das nicht interessiert werden freilich auch so ihren politisch völlig unkorrekten Heidenspaß haben – vorausgesetzt die deutsche Synchronisation macht den Witz nicht kaputt. Chenquieh!

2 Punkte von BigBen:
"Borat" ist auf dem Weg aus Kasachstan, um endlich "the U, S and A" kennen zu lernen und von der amerikanischen Kultur zu lernen. Dabei macht er nicht vor antisemitischen Witzen oder anti-amerikanischen Statements Halt und erklärt auch jedem stolz, dass seine Schwester die drittbeste Prostituierte seines Landes ist. Sascha Baron Cohen und sein "Borat" waren vor dem Filmstart schon umstritten genug und Kasachstan erlebte eine mittlere Staatskrise. Alles gute PR, zumindest besser als der Film am Ende ist. Der Humor ist schon sehr schwarz, skurril oder gar versteckt. Man sollte Sascha "Ali G" Cohen schon ganz sicher mögen, wenn man den Film genießen/mögen möchte. Bei mir hats nicht geklappt und ich kann daher auch nur 2 Punkte vergeben. Aber eins ist Borat auf jeden Fall: Krass Alter.

2 Punkte von Björn Siebert:
Erst mal vorweg: die deutsche Synchro ist Müll, die Stimme peinlich, also unbedingt im Original (oder OmU) anschauen. Der Film "Borat" ansich ist aber leider nur ein Haufen Drecksmüll, die blöde Geschichte mit Pamela als Aufhänger einer Fahrt nach Kalifornien ist echt zu dumm. Der Humor ist auch nicht lustig, sondern erzeugt dieses ungute Gefühl, sich die Decke über den Kopf ziehen zu wollen, wegen dieser unmöglichen Peinlichkeiten für die man sich als Stellvertreter ungemein schämt. Wer so einen "Humor" allerdings mag ist hier richtig. Ansonsten bleibt alles auf ärmsten "Versteckte Kamera" Niveau nur das "Nackt-raufen" Borats mit seinem übergewichtigen Produzenten ist wirklich komisch, auch die Aufnahmen von einer traditionellen Puppenparade im hintersten Ostblock ist irgendwie witzig. Aber dafür kann Borat ja nichts, der Kameramann hält lediglich dieses Ereignis fest. Auch die Judenverfolgung die Borat aus dieser skurrilen (Faschings)-Parade macht ist nur bedingt komisch, die Realität ist halt 100 mal lustiger als der Mann mit dem Schnauzbart, das ist die Schlussfolgerung aus dieser Szene am Anfang. Viel Lärm um nichts.

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