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Amores Perros

Mexiko 2000

DVD 153min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Spanisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Alejandro González Iñárritu
Drehbuch
Guillermo Arriaga
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Gustavo Santaolalla
Produzent
Alejandro González Iñárritu
Schauspiel
Gael Garcia Bernal, Emilio Echevarria, Álvaro Guerrero, Vanessa Bauche, Goya Toledo
Awards
BAFTA: Bester ausländischer Film
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Liebesfilm
Stichworte
Jugendfilm
Inhalt
Teils eindrucks- und gewaltvolles, durch einen Autounfall verknüpftes mexikanisches Beziehungsdrama in drei Episoden.

Kommentare

4 Punkte von Wursti:
Schöner Film, aber etwas verstörende Atmosphere vor allem im dritten Teil des Filmes. Amores Perros ist ein sehr gutes Beispiel dafür , daß wir bei mexikanischen Filmen nicht gleich an Sombreros und Mariachis denken sollten, sondern das hier ist ein echtes kleines Meisterwerk mit witzigen Ideen und voll Tragikomik... Unbedingt empfehlenswert, wenn man viel Muße hat!

5 Punkte von stefan:
Der Autounfall zu Beginn des Films bildet den zentralen Schnittpunkt dreier Schicksale: Da ist zum Einen Octavio, der versucht, durch Hundekämpfe seinem ärmlichen Milieu zu entkommen. Wir lernen Valeria kennen, ein prominentes Model auf Karrieretrip; sie erlebt nach besagtem Autounfall das abrupte Ende ihres oberflächlichen Lebenstraums. Schließlich ist da noch El Chivo, ein ehemaliger Guerillero, der als Penner und Berufskiller lebt, bis er beschließt, sein menschenunwürdiges Leben zu verändern. Drei Handlungsstränge zeigen drei soziale Schichten im gegenwärtigen Mexiko City. Was sie auf unterschiedliche Weise vereint, ist die Darstellung verschiedenster Facetten von Gewalt und – die Liebe zu Hunden. „Amores perros“ ist aber mehr als nur eine geschickte Verknüpfung von brillant erzählten Episoden. Anders als in „Pulp Fiction“ wirkt hier die Brutalität der Szenen real und ungeschliffen, eben non-fiction, was wohl auch ihren schockierenden Charakter ausmacht. Die zweieinhalb Stunden vergehen wie im Fluge – und dennoch alles andere als spurlos.

5 Punkte von Liv:
Video ist das erste Wort, das in dem Zusammenhang mit Amores Perros zu nennen ist. Die Ästhtik unterliegt dieser Aufnahmetechnik: schnelle Bilder, direkte Konzentration auf den Bildausschnitt, unruhige Kameraführung, Kurzzeitigkeit und vielschichtige Bildkompositionen - je mehr Alejandro Inarritu durch die Videotechnik sehend wurde, desto inniger wurde die Symbiose von Kameraarbeit und Regieführung, geradezu unzertrennlich erscheint sie in Amores Perros. Innaritu erzählt in seinem Film drei Geschichten, die sich an einzelnen Punkten überschneiden. Allerdings ist dies nicht als erzählerische Schwäche zu bewerten, die Kraft jeder einzelnen Geschichte ist enorm. Innaritu weist eine interessant Mischung auf: auf der einen Seite der flexible Videokünstler, auf der anderen der tiefgründige und starke Geschichtenerzähler - eine exaltierte Mischung, wie sie für das südamerikanische Kino scheint prägnant zu werden.

4 Punkte von Tromaville:
Ich fand den Film in der Kameraführung klasse. Sie hat mich stark an "In China essen sie Hunde" erinnert. Die Storys waren teiweise etwas langatmig was sich in der allgemeinen Filmlänge niederschlägt (ca. 2.40min). Im grossen und ganzen gefiel mir die erste Story am besten. Die Hundewettkämpfe waren authentisch dargestellt genauso wie die Schauspieler. Mein Fazit: man sollte viel Zeit und Geduld mitbringen!

4 Punkte von mrs.hippie:
da ich amores perros nach 21 gramm gesehen habe, kann ich direkt vergleichen und muss sagen, dass inarritus erstling dem zweiten film in einigen dingen nachhängt. es ist eindeutig viel zu langatmig, nacheinander drei stories, die durch ganz kleine zufälle auf banale weise miteinander verknüpft sind, zu sehen. im ersten teil gibt es gael garcia bernal der durch seinen aggressiven und unbesiegbaren hund reich wird und um die schwangere und verzweifelte freundin seines kaputten bruders buhlt. der story wird ein abruptes ende durch einen autounfall gegeben. dann kommt das blondierte model der parfum-werbung, dass mit der neuen liebe glücklich zeit im liebesnest verbringt, den unter den dielen verschwundenen hund sucht und am ende ein bein bei dem gleichen unfall wie im ersten teil des films verliert. schluss. und beginn der dritten, und eigentlich überflüssigsten story des films. ein alter mann umgeben von unzähligen hunden, den man schnell für einen obdachlosen halten könnte, der aber "profikiller" ist und dem durch zufall gaels sieger-hund zukommt und alle seine hunde zerfleischt. was das leben des alten mannes nun völlig verändert. haare schneiden, bart rasieren und tochter, die man seit 50 jahren nich gesehen hat um verzeihung bitten. hat alles nicht wirklich viel miteinander zutun. aber wir verstehen: der mensch liebt seine hunde! und ich hätte dem film 5 punkte gegeben, hätte er aus der gael-hundekampf-story etwas mehr gemacht und die anderen beiden stories weggelassen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb