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Thumbsucker

USA 2005

DVD 96min

Standort

WestEnd Komödie - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
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Regie
Mike Mills
Drehbuch
Mike Mills
Kamera
Joaquín Baca-Asay
Produzent
Tilda Swinton, Ted Hope, Anthony Bregman , Bob Yari, Jay Shapiro
Literaturvorlage
Walter Kirn
Schauspiel
Tilda Swinton, Keanu Reeves, Vince Vaughn, Benjamin Bratt, Vincent D'Onofrio, Kelli Garner, Lou Taylor Pucci
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Komödie
Stichworte
Coming-of-age
Inhalt
Der Teenager Justin fühlt sich von seinen Eltern missverstanden und hat keine Freunde. Auf sich alleingestellt muss er seinen Weg in die Welt der Erwachsenen finden. Leise, präzise beobachtete und hervorragend besetzte Romanverfilmung. Debüt des Musikvideoregisseurs Mike Mills (Air, Beck).

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Der 17jährige Justin (Lou Taylor Pucci) ist verloren in einer Welt, die er nicht versteht: der Welt der Erwachsenen. Seine hübsche Mutter (Tilda Swinton) hat sich vor langer Zeit für seinen Vater (Vincent D’Onofrio), einen gescheiterten Footballer, entschieden, sehnt sich aber insgeheim nach mehr Aufregung in ihrem Leben. Beide sind unfähig, Lou und seinem Bruder den nötigen Halt im Leben zu geben. Nur im Daumenlutschen findet Lou Geborgenheit, was die Gesellschaft, allen voran sein Vater, nicht tolerieren kann. Also sucht Lou sich andere Lehrer, wie etwa den Kieferchirurgen Perry (Keanu Reeves), einen Neo-Hippie, der versucht Justins Probleme mit Hypnose zu lösen. Oder seine Mitschülerin Rebecca (Kelli Garner), die ihm nicht nur das Kiffen beibringt. Für die Schulleitung ist hingegen klar: Justins Orientierungslosigkeit ist auf das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zurück zu führen. Also setzen sie ihn auf Medikamente, die Justins Leben zunächst einfacher zu machen scheinen, aber auch keine Lösung für seine Probleme bieten. Regisseur Mike Mills drehte bislang u.a. Videos für Air Pulp und Moby und Dokumentarfilme über Jugendliche in Kalifornien. Beides verbindet er nun in seinem Spielfilmdebüt „Thumbsucker“ zu einer wunderbar zurückhaltenden Ballade über das Erwachsenwerden. Der leise Humor, die herausragenden Darsteller, wie etwa Tilda Swinton („Die Chroniken von Narnia“) und Keanu Reeves („Matrix“), der hier Mut zur Verwandlung beweißt, und die wundervolle Musik von Elliott Smith und The Polyphonic Spree fügen sich zu einem einfühlsamen Filmerlebnis. Über allem steht der junge Lou Taylor Pucci, der eine echte Entdeckung darstellt.

3 Punkte von Björn Siebert:
Thumbsucker ist gutes Independentkino und steht doch für ein Problem unserer Zeit: Nach 2 Tagen habe ich vergessen was an dem Fim gut war, nach 5 Tagen kann ich mich an gar nichts mehr erinnern, außer das er mich nicht genervt hat (vielleicht schon ein Vorteil?), also das mit dem Daumennuckeln kenne ich schon aus einem anderen Film, dem eruptiven "Out of the Blue" (Siehe auch meine Besprechung zum Film) von Dennis Hopper der richtig tief eindringt und nachhaltig Verwirrung hervorruft. Für ein Regiedebüt ist Thumbsucker ein Gewinner, nächstes mal muß aber mehr Eigenständigkeit her. Viel mehr Eigenständigkeit, wenns geht.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb