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Prestige
The Prestige

USA, Grossbritannien 2006

DVD 130min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Spanisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch   
Regie
Christopher Nolan
Drehbuch
Christopher Nolan, Jonathan Nolan
Kamera
Wally Pfister
Musik
David Julyan
Produzent
Christopher Nolan, Emma Thomas
Literaturvorlage
Christopher Priest
Schauspiel
Scarlett Johansson, Christian Bale, Michael Caine, Hugh Jackman, Andy Serkis, David Bowie, Ricky Jay, Jamie Harris, Russ Fega, Jim Piddock, Piper Perabo, Chao Li Chi, Roger Rees, James Otis, Chris Cleveland, Daniel Davis
Empfohlen von
Lars , Mitarbeiter
Genre
Fantasy, Drama, Thriller
Inhalt
Christopher Nolan ("Memento") erzählt die Geschichte einer lebenslangen Rivalität zweier Magier, die tödlich endet. Christian Bale und Hugh Jackman in Höchstform.

Kommentare

4 Punkte von Björn Siebert:
Christopher Nolan ist mittlerweile ein verlässlicher Kandidat für gute Mainstreamfilme. Prestige ist schon deshalb ein Filmhöhepunkte der letzten Monate (wenn nicht sogar Jahre), weil er nicht mehr sein will als ein pfiffiger Unterhaltungsfilm, trotzdem aber niemals dumm oder dreist inszeniert ist. Die Geschichte kreist um zwei konkurrierende Magier die in einem ewigen Duell Tricks der anderen klauen, verraten oder vereiteln. Ähnlichkeiten zu Ridley Scotts "Die Duellisten" (nach einer Novelle von Joseph Conrad) oder auch dem Buch "Der Erbe von Ballantrae" von R. L. Stevenson sind wohl durchaus gewollt. Gibt wahrlich auch schlechtere Vorbilder. Nolan erzählt die Geschichte diesmal ohne wilde Rückblenden und ohne verwirrende Zwischenschnitte, versteht es aber auch mal eine Szene zu strecken oder wie bei der Sequenz des Ertrinkens im Wasserbecken den Zuschauer etwas zuzumuten (Ohne jedoch gleich auf billige Effekte zu setzten). Sie suchen den perfekten Film für Samstag Abend, mit Action, Spannung und tollen Schauspielern? Gefunden.

4 Punkte von Lars Tuncay:
Nach der erfolgreichen Wiederbelebung des Fledermaus-Mannes mit “Batman Begins” verpflichtete Regisseur Christopher Nolan erneut Christian Bale und schickt ihn gemeinsam mit Comic-Kollege Hugh Jackman (”X-Men”) in den Ring. Robert Angier (Jackman) und Alfred Borden (Bale) sind rivalisierende Magier, die versuchen sich gegenseitig auszubooten. Ehemals Freunde, zerbrachen ihre Bande durch einen tragischen Unfall, bei dem Roberts Frau ums Leben kam. Nun versuchen sie, sich die Zuschauer streitig zu machen, indem sie spionieren und sabotieren. Bis die hübsche Olivia (Scarlett Johansson) zwischen sie gerät und mit ihrem doppelbödigen Spiel die Schlacht zu entscheiden droht. Doch Robert hat noch einen Trumpf im Ärmel: den Physiker Nikola Tesla (David Bowie), der für ihn eine Maschine entwickeln soll, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Es ist höchst faszinierend, Nolans Verwirrspiel zu folgen, auch wenn man hin und wieder droht, ob seiner Komplexität die Spur zu verlieren. Doch die durchweg großartigen Darsteller halten den Zuschauer in ihrem Bann und beherrschen die in düstere Töne getauchte Leinwand. Geadelt wird der Film von einem raren Auftritt David Bowies, der unter der Maske der historischen Figur Tesla kaum zu erkennen ist. Doch es ist mal wieder Sir Michael Caine, dessen Spiel alle überragt. Ein bis zum Schluss spannendes und hochkarätig besetztes Duell nach einem Roman von Christopher Priest. Das Drehbuch schrieb Christopher Nolan nach “Following” und “Memento” übrigens erneut gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan.

3 Punkte von lockedroom:
Nun ja, zur Geschichte an sich muß ich nichts mehr schreiben, da wurde schon alles zusammengefasst. Der Film ist im ersten Teil wirklich spannend, schon allein, da er in einer faszinierenden Zeit des Umbruchs handelt, in der die gute alte Gaslampe ausgedient hat und die Elektrizität mit dem neuen Jahrhundert ihren Siegeszug beginnt. Wirklich schön ist dies anzusehen: das alte, noch düstere London mit seinen gediegenen Theatern und rauchigen Kaschemmen, elegante Herren und Damen in erlesenen Garderoben. Auf all diese stimmigen Details hat Christopher Nolan in seinem Film lobenswerterweise geachtet und hat dabei leider auf anderer Seite die Zügel etwas schleifen lassen. Ok, es ist halt Mainstream-Kino und dafür ganz nett gemacht, man sollte bestimmte Wendungen im Plot eben nicht sooo genau nehmen und mal ne 5 gerade sein lassen. Schwierig ist dies nur, wenn die ganze Logik des Streifens auf genau diesen Wendungen aufbaut...da leidet dann auch die Magie des Films.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb