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Babel

USA, Frankreich, Mexiko 2006

DVD, BLU 143min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
DVD:, Deutsch, Englisch   BLU:, Deutsch, Englisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Englisch   BLU:, Deutsch, Englisch   
Regie
Alejandro González Iñárritu
Drehbuch
Alejandro González Iñárritu, Guillermo Arriaga
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Gustavo Santaolalla
Produzent
Jon Kilik, Steve Golin, Alejandro González Iñárritu
Schauspiel
Brad Pitt, Cate Blanchett, Elle Fanning, Michael Pena, Gael Garcia Bernal, Peter Wight, Clifton Collins Jr., Alex Jennings, R.D. Call, Harriet Walter, Koji Yakusho, Rinko Kikuchi, André Oumansky, Michael Maloney, Emilio Echevarria, Robert Fyfe, Shigemitsu Ogi, Yuko Murata
Awards
Oscar für Gustavo Santaolalla
BAFTA für Gustavo Santaolalla
Cannes: Beste Regie für Alejandro González Iñárritu
Golden Globe Award
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Eltern/Kinder, Globalisierung, Migration, Terror
Inhalt
Der Film erzählt vier Geschichten von Menschen auf drei Kontinenten, deren Schicksale auf die eine und andere Weise miteinander verbunden sind. Mit "Babel" beendete [[Alejandro González Inarritu]] seine Trilogie über Gewalt, Tod und menschliche Abgründe ("Amores Perros", 2000 und "21 Gramm", 2003). "Babel" ist eine Parabel, ist ein Film über Nicht/Verständigung und Hysterie in Zeiten des Terrors.

Kommentare

5 Punkte von Björn Siebert:
Globalisierungsfilme sind in Amerika gerade in Mode. Syriana wollte im Geschäft mit Öl das große Übel in der Welt erkannt haben, Die internatinale Waffenindustrie wurde in "Lord of War" untersucht, man fand unter dem Deckmantel einer Komödie ziemlich viele Waffen und zeigte wie so eine Kugel von der Produktion in dem Kopf eines Kindes gelangt. "Der ewige Gärtner" fand eher die Pharma-Industrie richtig böse. Jetzt kommt Babel, und tja, macht es einem nicht so einfach. Alle Filme vorher werden von Babel weggefegt, weil Babel nicht nur ne neue Kopie von "All the presidents men" ist, und auf Aufklärung setzt. Babel ist modernes Kino von einem Regisseur der seine Bildsprache beherrscht und sich über heutige Problem Gedanken macht. Drei meisterliche Episoden rühren den globalisierten Brei zusammen. Einige Kritiker fanden das blöd. Einige Zuschauer mochten die eine Episode nicht, andere fanden die andere nervig. Ja, gehts denn noch? Babel konstruiert Welt damit diese auf die Realität verweist, dafür braucht der Regisseur und Autor immer die schlimmste Wendung, weil sonst diese Geschichten nicht auf unsere Fernsehnachrichten verweisen können, die natürlich immer nur die schlimmsten Wendungen als Geschichte akzeptieren. Später dann gibts das Happy-End einer Episode auch nur im Fernsehen zu sehen. Um dran zu bleiben brauchts die große Tragödie, oder das Desaster, ein Happy End wäre nachher aber schon schön für die Quote. Die Mexico Episode endet mit dem Gau, Japan bleibt in der Schwebe, Brad Pitt feiert das Happy-End. Inarritu spielt also auch mit dem Kino. In der Tat, nachdem Alejandro González Inarritu nun drei Filme gemacht hat kann man es ja mal aussprechen: Er ist ein Filmemacher am Zahn der Zeit, wahrhaftige, pointierte, meisterlich inszenierte Filme und die Vergangenheit als Videoclip-Regisseur erkennt man fast gar nicht mehr. Wer das auch noch von Spike Jonze und Gondry erwartet, kann einpacken. "A Star is born", und es ist nicht der Sohn von Steven Spielberg.

5 Punkte von Lars Tuncay:
Vier Schauplätze, vier Schicksale: Die beiden marokkanischen Ziegenhirten Ahmed und Yussef bekommen von ihrem Vater ein Gewehr, um die Kojoten von der Herde fern zu halten und üben das Zielschießen auf einen Toruistenbus. In diesem Bus sitzen Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett). Das amerikanische Ehepaar versucht mit der Reise durch Nordafrika ihre Ehekrise zu bewältigen. Ihre Kinderfrau Amelia (Adriana Barraza) kümmert sich daheim in San Diego um Debbie und Mike. Als ihr Sohn heiratet hat sie keine andere Wahl, als die Kinder für einen Tag mit nach Mexiko zu nehmen. Das Gewehr wiederum stammt von dem japanischen Geschäftsmann Yasujiro (Kôji Yakusho), der nach dem Selbstmord seiner Frau vergeblich einen Zugang zu seiner taubstummen Tochter Chieko sucht. All ihre Schicksale sind miteinander verbunden und dieser Tag wird ihr Leben verändern. Wer könnte dieses vielschichtige Netzwerk unterschiedlichster Lebenslinien besser verknüpfen, als Regisseur Alejandro González Iñárritu („21 Gramm“)? Im Gegensatz zu seinen ersten beiden Werken ist die Erzählstruktur von „Babel“ aber nicht ganz so verschachtelt, was dem Film gut tut. Ähnlich, wie bei „Der ewige Gärtner“ ist auch hier die Liebesgeschichte tragender Mittelpunkt der Ereignisse. Iñárritu versucht sich aber nicht an politischen Statements und streift Themen, wie illegale Einwanderung und Terrorismus nur im Vorantreiben der Story zu ihrer spannungsgeladenen Klimax. Eine grandios besetzte Achterbahnfahrt der Gefühle, die auf dem Filmfestival in Cannes zu Recht mir der Silbernen Palme ausgezeichnet wurde.

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