Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Das Genie und der Wahnsinn
Sprængfarlig bombe

Dänemark 2006

DVD 90min

Standort

WestEnd Komödie - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Dänisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Tomas Villum Jensen
Drehbuch
Anders Thomas Jensen
Kamera
Mads Thomsen
Musik
Jeppe Kaas
Produzent
Kim Magnusson
Schauspiel
Ulrich Thomsen, Nikolaj Lie Kaas, Tomas Villum Jensen, Lars Brygmann, Peter Reichhardt, Peter Mygind, Nicolaj Kopernikus, Jakob Cedergren, Line Kruse, Anette Støvelbæk, David Petersen, Frederikke Thomassen, Christian Heldbo Wienberg, Niels Olsen, Søren Frellesen, Mette Agnete Horn, Poul Thomsen, Kjeld Nørgaard, Preben Kristensen
Empfohlen von
Lars , Mitarbeiter
Genre
Komödie

Kommentare

5 Punkte von Inti:
Diese Dänen! Wie schaffen sie es immer nur wieder wunderbare, wenn auch etwas überdrehte, Komödien über das Schicksal der "kleinen Leute" zu drehen? Was mit der altbekannten "Olsen-Bande" begann, wirkt bis heute fort. Regisseur und Drehbuchautor haben uns schon Perlen wie "Adams Äpfel" oder "Flickering Lights" geschenkt, ersterer damals noch als Nebendarsteller und präsentieren nun ihren ersten gemeinsamen Film, der nach Wissen des Autors nie groß im Kino rauskam - zu Unrecht. Denn das Gagfeuerwerk, dass hier um den Proleten Tonny (einfach nur Klasse: Ulrich Thomsen - Adams Äpfel, Das Fest) explodiert, ist es allemal wert gesehen zu werden. Tonny ist abgehalftert, wegen seiner unkalkulierbaren Wutausbrüche hat er Frau und Kinder verloren und arbeitet auf der Wertstoffhalde als Schrottsortierer. Dank seiner Medikation kann er nun endlich wieder seine beiden Kinder sehen, und wenn das Auto nicht gestreikt hätte, hätten sie es auch pünktlich zum Beginn von "Harry Potter" ins Kino geschafft. Nun ist der aber ausverkauft und so wählen die drei den Film "Der Mörder", ein Art-House Kunstfilm, in dem neben sinnlosen Geschwafel ("Die Furcht ist wie schwarzer Sand in einer Sommernacht") auch noch in Großaufnahme ein kleiner Hund geschlachtet wird. Tonny ist maßlos wütend, dass das seinen Kindern angetan wurde und zerlegt, nachdem ihm die Rückgabe der 471 Kronen Eintrittsgeld verweigert wurde, das Foyer. Nun sitzt er natürlich richtig in der Tinte, aber zufällig kann er sich beim Regisseur des Machwerks, Volkert (Nikolaj Lie Kaas - ebenfalls altbekanntes Gesicht des dänischen Films seit "Idioten") als Statist bei dessen Vollendung der Trilogie "Der Künstler" (erster Film "Der Liebhaber") einschleichen. Dabei stirbt nicht nur der altersschwache Hauptdarsteller, sondern Tonny fällt auch beim Gerangel mit Volkerts (wieder will er nur die 471 Kronen zurück) vom Gerüst und bricht sich fast alle seiner 206 Knochen. Statt Millionen Schmerzensgeld muss Tonnys Anwalt aber dessen Mitarbeit am Drehbuch und an der Regie des Films einklagen und da die Produktionsfirma dank der 7 (!) verkauften Karten in ganz Dänemark für "Der Mörder" fast pleite ist, muss sie wohl oder übel drauf eingehen, auch wenn Regisseur Volkerts einen seiner berühmten Schreianfälle bekommt. Soviel erstmal zum Inhalt, es ist fast unmöglich die ganzen schreiend komischen Konstallationen wiederzugeben, den ganzen Spott über das Art-House Kino, der trotzdem irgendwie liebevoll bleibt oder die Medienschelte, die ebenfalls saftig sarkastisch rüberkommt. Dieser "Film-im-Film" jedenfalls wird echt klasse, die aufgehäuften Zitate und Veralberungen sind kaum mehr mitzuzählen. Wenn auch das Ende etwas zu kitschig ("amerikanisch" müsste man fast sagen) daherkommt, muss wieder mal konstatiert werden, dass die Dänen es einfach drauf haben und keine Provokation scheuen. Herrlich!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb