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Stellas Versuchung
Asylum

Grossbritannien, Irland 2005

DVD 99min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Drama

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Regie
David Mackenzie
Drehbuch
Patrick Marber, Chrysanthy Balis
Kamera
Giles Nuttgens
Musik
Mark Mancina
Produzent
David Collins, Mace Neufeld
Literaturvorlage
Patrick McGrath
Schauspiel
Ian McKellen, Hugh Bonneville, Marton Csokas, Sean Harris, Judy Parfitt, Joss Ackland, Robert Willox, Patrick McGrath, Natasha Richardson, Anna Keaveney, Gus Lewis, Sara Thurston, Wanda Ventham, Peter Yates
Genre
Thriller, Liebesfilm
Stichworte
Liaison

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
England in den Fünfzigern: der gesellschaftliche Umgang ist geprägt von Etikette und Form. Die Strukturen sind patriarchalisch, Frauen haben sich in ihren Platz an der Seite des Mannes zu fügen. Stella wagt es daher nicht zu widersprechen, als ihr Mann, ein aufstrebender Psychiater, einen Job als stellvertretender Leiter eines Sanatoriums annimmt und mit ihr und dem jungen Sohn Charlie in die Anstalt zieht. Schnell beginnt Stella sich zu langweilen und ertränkt ihren Frust im Alkohol. Die Ehe zu ihrem Mann ist längst nicht mehr von Leidenschaft geprägt. So schwärmt sie aus, um diese anderswo zu finden und landet in den Armen des Insassen Edgar. Zwischen den beiden entsteht eine sexuelle Spannung und Stella missachtet die innere Warnung, sich nicht mit dem verurteilten Mörder einzulassen. Gegen jegliche Vernunft verhilft sie Edgar sogar zur Flucht. Das alles geschieht vor den Augen des Doktors Peter Cleave, der sein perfides Spiel mit den Beiden treibt. Welche Absichten hegt der zwielichtige alte Mann? Grau und trist ist das England der Fünfziger Jahre. Bereits in seinem Debüt „Young Adam“ ließ Regisseur David Mackenzie keinen Sonnenstrahl auf die Leinwand fallen. In den Mauern der Anstalt und denen einer lieblosen Ehe wirkt dies umso bedrückender. Natasha Richardson („Manhattan Love Story“) verkörpert die entfesselte Ehefrau mit Hingabe, Ian McKellen lugt als Anstaltsarzt hinter jeder Ecke hervor. Theaterautor Patrick Marber („Hautnah“) bearbeitete Patrick McGraths Roman zu einem stilvollen Melodram, das auf jedes überflüssige Wort verzichtet und in dem vieles zwischen den Zeilen geschieht.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb