Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Death Proof - Todsicher

USA 2007

DVD 90min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Quentin Tarantino
Drehbuch
Quentin Tarantino
Kamera
Quentin Tarantino
Produzent
Harvey Weinstein, Bob Weinstein, Quentin Tarantino, Robert Rodriguez, Elizabeth Avellan
Schauspiel
Quentin Tarantino, Kurt Russell, Rosario Dawson, Eli Roth, Nicky Katt, Michael Parks, Marley Shelton, Mary Elizabeth Winstead, Rose McGowan, Zoe Bell, Vanessa Ferlito, Tracie Thoms, Jordan Ladd, Sydney Tamiia Poitier
Genre
Action
Stichworte
Roadmovie
Inhalt
Serienkiller "Stuntman Mike“ fährt mit seinem Todesauto durch die Gegend und bringt mit dem Gefährt Frauen um. Im ersten Teil des Films hat er keine Schwierigkeiten mit einer Mädchengruppe bestehend aus Jungle Julia, Shanna und Arlene (auch Butterfly genannt). Im zweiten Teil hat es "Stuntman Mike" jedoch nicht so leicht: Abernathy, Lee, Kim und Zoë sind nämlich im Filmgeschäft, Kim und Zoë sogar Stuntfrauen. Armer "Stuntman Mike".

Kommentare

2 Punkte von Björn Siebert:
Das ist wirklich erbärmlich, "Death Proof" ist Langeweile und Stumpfsinn pur, indem Tarantino wieder grenzenlos Filmgeschichte ausbeutet und erstmals auch sich selbst zitiert. Die Stelle in der die Mädels über Filme wie "Fluchtpunkt San Francisco" plaudern und die Kamera um die Tischgruppe kreist haben wir bei "Reservoir Dogs" schon mal (besser) gesehen, der Lap-Dance erinnert an "From Dusk till Dawn", der war wohl vom Freund Rodriguez inszeniert, aber die Jungs (Rodriguez, Tarantino und Regie-Nichtskönner Eli "Hostel" Roth) habe ja alle beim Projekt mitgemischt. Man denkt sich, Tarantino sollte endlich mal als Therapie einen Film ohne Musik und Soundtrack machen, damit man nicht das Gefühl bekommt, er würde eigentlich nur Menschen beim Singen ihrer (oder Tarantinos) Lieblingssongs aufnehmen. Der Film im übrigen ist so harmlos wie ein Kaninchen auf Valium. Blut und Action kommen nicht an meine italienischen Lieblingsfilme von Dario Argento und Fernando Di Leo ran, Der Coolnessfaktor, das einstige Markenzeichen von Quentin war auch schon mal höher. Autoverfolgungsjagden? Ja schön, da schaue ich mir aber lieber die von William Friedkin an, oder gleich den Film Driver, die Stunts sind wirklich waghalsig dort. Erotik? Die wackelnden Ärsche kann man in jedem zweiten Musikvideo auf MTV sehen, der Lap-Dance ist der fade Höhepunkt, schlecht geschnitten, miese Dramaturgie, schlechter Song (wie ich finde), könnte Tarantino überhaupt einen Porno drehen? Frauen in einem B-Film? Dann bitte einen Russ-Meyer Film, der kann das mit Frauen und Autos und mit brutalen Männern. Dann versucht es Tarantino auch mal mit wilden Kameraperspektiven und Subjektiven, aber letzteres ist das Markenzeichen von John Carpenter der im übrigen auch mit Kurt Russell ein paar bessere Filme gedreht hat. Also B-Film? Ja, warum schaut man sich dann nicht gleich die Filme von Sergio Martino an, "Der Killer von Wien" z.B. der ist wirklich wild und Martino meinte das ernst, der konnte halt nicht besser inszenieren, der war ein waschechter B-Filmer, machte dreckige Filme weil er es so wollte. Aber in dieser ironischen Brechung liegt das Problem in diesem Film, denn Tarantino kann ja viel mehr als diese halbbegabten B-Filmer denen er hier huldigt. Warum weigert sich ein so talentierter Mensch wie Tarantino einen guten Film zu drehen? Das würde mich ernsthaft interessieren. So bleibt das beste Film-Zitat im Film auch das Poster von Ralph Nelsons Bildungswestern "Soldier Blue", der Film war auch verunglückt, ist unter seinem Ballast, dringend etwas wichtiges transportieren zu wollen, untergegangen. Das passiert Tarantino hier weiß gott nicht, er hat nichts zu transportieren, und mal ehrlich: Hätte den Film ein Regisseur mit dem Namen Hans Wurst abgedreht, er wäre nirgendwo im Kino gelaufen. Das Publikum verzeiht ihm scheinbar alles.

4 Punkte von Gabbo:
Der Film ist ein stilistisches Meisterwerk. Ich kann ihm jeden Tarantino Fan nur ans Herz legen!

3 Punkte von Kellermeister:
Tarantino gelingt es wieder einmal, ausgiebig seinem Fußfetischismus zu frönen. Was bleibt nach diesem Filmchen sonst noch hängen? Eine vergnügliche und leidlich spannende letzte halbe Stunde, und die Frage, was aus dem viertem Babe im gelbem Fummel und diesem Landschrat geworden ist? Fazit: netter Zeitvertreib.

1 Punkte von anony:
was war das...? denk man sich bei dem filmende. und das ist mit sicherheit nicht nur auf das ende bezogen. hier passt nichts. nur ein paar kurven und die fast typische musik reißen gar nichts. mit abstand der schlechteste je gesehene qt-streifen.

4 Punkte von plug:
Wieso ist DEATH PROOF eigentlich von Tarantinofans so misliebig aufgenommen worden? Man liest er beute sich und die Filmgeschichte aus-in der Medienwissenschaft firmiert das unter dem Schlagwort "Intertextualität" und ist quasi Merkmal postmoderner Leinwandergüsse. Ich selbst teile die Kritik, dass der Film seine Längen hat und es besser gewesen wäre Tarantino und Rodriguez hätten am ursprünglichen Plan festgehalten, das Grindshouse Doublefeature zeitgleich raus zubringen und vor allem beide Filme kürzer zu halten. Dann wäre auch die feiste Ironie und das gekonnte Handwerk Tarantinos insofern im Mittelpunkt, als das der film bleibt was er ist: nämlich purer 70s TRASH! Ja da gibt es saudämliche Dialoge, Jump cuts, nervenzerreißende Autoverfolgungsjagden, dumme Sprüche, wenig Inszenierung sondern fast nur Plattitüden (vgl. Barbarella). Ich denke, dass Grindousekinovergnügen wohl prinzipiell eher von Leuten besucht werden die entweder die rasanten Karren oder/und die halbnackten Frauen gut finden, jedoch darf natürlich keine ausgefeilten Dialoge und Wendungen und intelligente Dramaturgie erwarten. schraubt man die eigenen Ansprüche auf dieses zugegeben niedrige Niveau herunter, dann kann der film durchaus Spass machen und ist für mich definitiv ein Retro-Highlight. Die Dialoge darf man auch geflissentlich überspringen. Nur nicht vergessen die Anlage auf Anschlag laufen zu lassen, um den bestens durch komponierten Soundtrack genießen zu können. Alle anderen Tarantino-Dialog-Verwöhnten von Reservoir Dogs können aber einpacken, deshalb ist Death Proof auch eine kleine Demontage des Meisters an sich selbst. Und das allein ist schon sehr amüsant.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb