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Sam Peckinpah

21.02.1925 - 28.12.1984

Info

Als Sohn eines Richters kam Peckinpah im Süden Kaliforniens zur Welt und studierte nach Abschluss der Schullaufbahn Dramaturgie. Danach arbeitete er zunächst am Theater und in verschiedenen Filmateliers, bis er 1955 Don Siegel kennen lernte und für ihn einige Passage des Drehbuchs zu "Die Dämonischen" umschrieb. In den 50ern schrieb Peckinpah vornehmlich Drehbücher fürs Fernsehen, u.a. für die Serie "Rauchende Colts", wo er bereits sein Faible für den Western ausleben konnte. Daneben entwickelte er mit "Westlich von Santa Fe" und "The Westerner" zwei eigene Westernserien und führte erstmals Regie. 1961 entstanden seine ersten Kinofilme "Gefährten des Todes" und "Sacramento", der gemeinsam mit John Fords "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" den Übergang vom klassischen Western zum Spätwestern markierte. Peckinpah behandelte schon in diesem Frühwerk ein späteres Lieblingsthema: alternde Westernhelden in wechselnden Zeiten. Als Produzent Jerry Bresler Peckinpahs ersten Western mit großem Budget, "Sierra Charriba", umschneiden lassen wollte, weigerte sich der Regisseur, was ihn alsbald auf die "Schwarze Liste" brachte und diverse Regieaufträge kostete. Selbst seine eigenen Drehbücher zu "The Glory Guys" und "Villa Rides" wurden umgeschrieben und von anderen Regisseuren inszeniert. Als er begann an dem Schwarzweiß-Film "[[Cincinatti Kid]]" zu arbeiten, wurde ihm die Regie entzogen und an Norman Jewison übertragen, da man befürchtete, er würde die Story vulgarisieren. Peckinpah kehrte zum Fernsehen zurück und inszenierte Katherine Ann Porters Novelle "Noon Wine", was ihm das Lob der Autorin und zahlreiche Preise einbrachte. So erhielt er die Möglichkeit "[[The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz]]" zu drehen. Der Film zählt heute zu den größten Werken des Genres und Peckinpah erhielt eine Oscarnominierung, obwohl die unbarmherzige Darstellung von Gewalt damals ein Novum darstellte. Anschließend drehte er mit Dustin Hoffman "Straw Dogs" und "The Getaway" mit Steve McQueen, der sein größter kommerzieller Erfolg werden sollte. "Pat Garrett jagt Billy the Kid" von 1973 stellt Peckinpahs Abschied vom Westerngenre dar. Sehr zum Ärger des Regisseurs kam der Film damals stark gekürzt und umgeschnitten in die Kinos. Im Folgenden wandte er sich auch anderen Genres zu, konnte an seine alten Erfolge aber nie wieder anknüpfen. Sam Peckinpah starb am 28. Dezember 1984 an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 59 Jahren.

Regie

Drehbuch

Schauspiel

Produzent

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb